Selma Lagerlöf - Gösta Berling

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Gösta Berling ist ein Roman über Schweden, ein Roman über Buße, Ehre und harte Arbeit, vor allem aber ein Roman über die Liebe. All deren Facetten werden von Selma Lagerlöf aufs Feinste dargestellt: die unerfüllte und die lächerliche, die kurze und heftige, die oberflächliche und die ewige, nicht zu tilgende Liebe.

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Da hören sie das Pochen der Meise, und der ganze Bienenkorb ist ein Gesumme von Neugier. Ist es Freund oder Feind? Droht Gefahr für den Staat? Die Königin hat ein schlechtes Gewissen; sie kann nicht in Ruhe warten. Ist es der Geist der ermordeten Drohnen, der da draußen spukt? »Geh hinaus und sieh nach, wer da ist!« befiehlt sie der Pförtnerin. Diese geht. Mit einem: »Es lebe die Königin!« stürzt sie hinaus, und schwapp! fällt die Meise über sie her. Mit vorgestrecktem Hals und Flügeln, die vor Eifer zittern, fängt sie sie, zermalmt sie, verzehrt sie – und niemand bringt der Herrscherin Kunde von ihrem Tode. Aber die Meise klopft nochmals, und die Königin fährt fort, ihre Türhüterinnen auszusenden, und sie verschwinden alle. Nicht eine kehrt mit der Meldung zurück, wer es gewesen, der da pochte. Hu! es wird unheimlich in dem dunklen Bienenkorb. Es sind die Rachegeister, die da draußen ihr Spiel treiben. Wer nur keine Ohren hätte! Wer nur seine Neugier unterdrücken könnte! Wer nur ruhig warten könnte!

Der große Gutsherr lachte, so daß ihm die Tränen in die Augen traten, über die dummen Frauenzimmer im Bienenkorbe und über den schlauen Kavalier da draußen auf dem Brett.

Es ist keine Kunst, zu warten, wenn man seiner Sache sicher ist und wenn man so vielerlei hat, womit man seine Gedanken ablenken kann.

Die Sonne begann, sich den Bergen im Westen zuzuneigen. Melchior Sinclaire sah nach seiner Uhr. Es war drei, und die Mutter hatte das Mittagessen zu zwölf Uhr bereithalten wollen.

Im selben Augenblick kam der Diener und meldete, daß Fräulein Marianne mit ihm zu sprechen wünsche. Der Gutsherr hängte den Wolfspelz über den Arm und stieg in strahlender Laune die Treppe hinan.

Als Marianne seine schweren Schritte auf der Treppe vernahm, wußte sie noch nicht, ob sie mit ihm heimkehren wolle oder nicht. Sie wußte nur, daß diese lange Wartezeit ein Ende haben müsse.

Sie hatte gehofft, daß die Kavaliere nach Hause kommen würden; aber sie kamen nicht. So mußte sie denn selber dafür sorgen, daß diese Sache ein Ende nahm. Sie konnte es nicht länger ertragen.

Sie hatte gedacht, daß er voller Zorn wieder fortfahren würde, sobald er zehn Minuten gewartet hatte, daß er die Türen einschlagen oder das Haus in Brand stecken würde.

Aber da saß er ganz ruhig und lächelte und wartete. Sie empfand weder Haß noch Liebe für ihn. Eine innere Stimme aber warnte sie, sich wieder in seine Macht zu geben. Auch wollte sie ihr Gösta gegebenes Wort halten.

Wäre er nur eingeschlafen oder unruhig geworden, hätte er eine Spur von Zweifel verraten oder den Schlitten in den Schatten fahren lassen! Aber er war lauter Geduld und Sicherheit. So sicher war er, so ansteckend sicher, daß sie schon kommen würde, wenn er nur wartete!

Ihr Kopf schmerzte, ein jeder Nerv in ihr erbebte. Sie konnte keine Ruhe finden, solange sie wußte, daß er dasaß. Es war, als wenn sein Wille sie gebunden die Treppe hinabschleifte.

Sie wollte wenigstens mit ihm sprechen.

Ehe er kam, ließ sie die Rouleaus aufziehen und legte sich so hin, daß ihr das Tageslicht voll ins Gesicht schien. Es war ihre Absicht gewesen, ihn damit gewissermaßen auf die Probe zu stellen. Aber Melchior Sinclaire war an jenem Tag ein eigentümlicher Mann.

Als er sie sah, veränderte er keine Miene, tat keinen Ausruf. Es war, als könne er keine Veränderung an ihr wahrnehmen. Sie wußte, wie stolz er auf ihre Schönheit gewesen war. Aber er ließ es sie nicht merken, daß er Kummer empfand. Er beherrschte sein ganzes Wesen, um sie nicht zu betrüben. Dies ergriff sie tief. Sie fing an zu verstehen, daß ihre Mutter fortfuhr, ihn liebzuhaben.

Er verriet keinen Zweifel. Er kam weder mit Vorwürfen noch mit Entschuldigungen.

»Ich hülle dich in den Wolfspelz, Marianne. Der ist nicht kalt. Er hat die ganze Zeit auf meinem Schoß gelegen.«

Und trotzdem ging er an den Kamin und wärmte ihn. Dann half er ihr vom Sofa auf, hüllte sie in den Pelz, schlang einen Schal um ihren Kopf, legte ihn ihr kreuzweise über der Brust zusammen und knüpfte ihn auf dem Rücken zu.

Sie ließ es geschehen. Sie war willenlos. Es tat so gut, gehegt und gepflegt zu werden. Es war schön, selber nicht wollen zu brauchen. Es tat gut für jemand, der so angegriffen war wie sie, für jemand, der nicht einen einzigen Gedanken, nicht ein Gefühl besaß, das er sein eigen nennen konnte.

Sie schloß die Augen und seufzte, teils aus Wohlbehagen, teils aus Wehmut. Sie nahm Abschied von dem Leben, dem wirklichen Leben; aber das konnte ja auch einerlei für sie sein, die sie ja doch nicht leben, sondern nur Komödie spielen konnte.

Ein paar Tage später sorgte ihre Mutter dafür, daß sie Gelegenheit hatte, mit Gösta zu sprechen. Sie schickte einen Boten nach Ekeby, während der Gutsherr von Hause abwesend war, und führte ihn zu Marianne hinein.

Gösta trat ein, aber er grüßte nicht und sprach auch nicht. Er blieb an der Tür stehen und starrte vor sich nieder wie ein trotziger Junge.

»Aber Gösta!« rief Marianne aus, die in einem Lehnstuhl saß.

»Ja, so heiße ich!«

»Komm doch hierher, ganz her zu mir, Gösta!«

Er näherte sich ihr still, erhob aber den Blick nicht.

»Komm näher heran! Knie hier nieder.«

»Aber mein Gott, was soll das alles nur?« rief er aus, gehorchte aber dennoch.

»Gösta, ich will dir nur sagen, daß ich glaube, es war richtig, daß ich wieder nach Hause kam.«

»Hoffen wir, daß man Fräulein Marianne nicht wieder in den Schnee hinauswerfen wird.«

»Ach, Gösta! Hast du mich denn nicht mehr lieb? Findest du, daß ich zu häßlich bin?«

Er zog ihren Kopf zu sich herab und küßte sie, sah aber noch immer so kalt aus.

Er amüsierte sie im Grunde. Wenn er es für gut befand, eifersüchtig auf ihre Eltern zu sein, was dann? Es würde wohl wieder vorübergehen. Jetzt amüsierte es sie, ihn zurückzuerobern. Sie wußte nicht recht, weshalb sie ihn festhalten wollte, aber sie wollte es nun einmal. Sie dachte daran, daß es ihm doch einmal gelungen war, sie von sich selbst zu befreien. Er war sicher der einzige, der es noch einmal zu tun vermochte.

Und nun begann sie zu reden, entschlossen, ihn zurückzugewinnen. Sie sagte, es sei nicht ihre Absicht gewesen, ihn für beständig zu verlassen, eine Zeitlang aber müßten sie des Scheines halber ihre Verbindung aufheben. Er habe ja selber gesehen, daß ihr Vater an der Schwelle des Wahnsinns gestanden und daß ihre Mutter in steter Lebensgefahr schwebte. Er müsse ja einsehen können, daß sie gezwungen sei, heimzukehren.

Da machte sich sein Zorn in Worten Luft. Sie brauche keine Komödie zu spielen. Er wolle nicht länger ihr Popanz sein. Sie habe ihn verlassen, sobald ihr das Elternhaus wieder offen gestanden, er könne sie nicht mehr lieben. Als er vorgestern von der Jagd heimgekehrt war und gehört hatte, daß sie verschwunden sei, ohne einen Gruß, ein Wort für ihn zu hinterlassen, da sei ihm das Blut in den Adern erstarrt; er sei nahe daran gewesen, vor Kummer zu sterben. Aber er könne diejenige nicht mehr lieben, die ihm einen solchen Schmerz zugefügt habe. Sie habe ihn übrigens niemals geliebt. Sie sei eine Kokette, die auch hier in der Gegend jemand haben wolle, der sie küssen und herzen könne, das sei das Ganze.

Ob er denn glaubte, daß es ihre Gewohnheit sei, sich von jungen Herren herzen und küssen zu lassen?

Natürlich glaubte er das. Die Frauen waren keine solche Heilige, wie sie sich den Anschein gaben. Eigenliebe und Koketterie von Anfang bis zu Ende! Sie sollte nur ahnen, was er empfunden hatte, als er von der Jagd heimkehrte. Es sei ihm gewesen, als wate er in Eiswasser. Den Schmerz würde er nie wieder verwinden. Der würde ihn durch das ganze Leben begleiten. Er würde nie wieder Mensch werden.

Sie suchte ihm zu erklären, wie das Ganze sich zugetragen hatte. Sie suchte ihm zu beweisen, daß sie ihm noch immer treu sei.

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