Selma Lagerlöf - Gösta Berling
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Der Küster zielt – ja, Gott steh uns bei, er zielt, als wolle er den Großen Bären erschießen, der hoch oben am Himmel sitzt und sich im Kreis um den Polarstern dreht, nicht aber einen Bären, der auf den Brobyer Feldern umherspaziert; und der Schuß geht mit einem Knall los, den man bis oben hinauf auf dem Gurlita-Felsen hören kann.
Aber wie er nun auch gezielt haben mag, der Bär fällt. So ist es, wenn man mit silbernen Kugeln schießt. Man trifft den Bären ins Herz, selbst wenn man auf das Himmelsgestirn gezielt hat.
Aus allen Gehöften und Häusern kommen sogleich die Leute herbeigestürzt und fragen, was da los ist, denn nie hat ein Schuß ärger geknallt und mehr schlafende Eichhörnchen geweckt als dieser; und der Küster wird höchlich belobt, denn der Bär ist eine wahre Landplage gewesen.
Auch der kleine Faber kommt heraus, aber nun wird Major Fuchs arg genarrt. Da steht der Küster, gerühmt und geehrt, und obendrein hat er Fabers Kühe gerettet, aber der kleine Organist ist weder gerührt noch dankbar. Er öffnet ihm nicht seine Arme und begrüßt ihn nicht als Held und Schwager.
Der Major runzelt die Stirn und stampft mit den Füßen vor Zorn über eine solche Schändlichkeit. Er will reden und dem kleinen geizigen, engherzigen Kerl erklären, welch eine Heldentat dies ist, aber da fängt er an zu stottern, so daß er kein Wort herausbringen kann. Und er wird immer ergrimmter bei dem Gedanken, daß er ohne allen Zweck auf die Ehre verzichtet hat, den großen Bären zu fällen. Es ist ihm unmöglich, zu begreifen, daß derjenige, der eine solche Tat vollführt hat, nicht würdig sein sollte, die stolzeste Braut zu gewinnen.
Der Küster und einige junge Burschen wollen sich daran machen, dem Bären das Fell abzuziehen; sie gehen an den Schleifstein, um ihre Messer zu wetzen, die andern gehen nach Hause zu Bett, und der Major bleibt allein bei dem toten Bären zurück.
Da geht er noch einmal nach der Kirche hinauf, steckt den Kirchenschlüssel in das Schloß, klettert die schmale Treppe und die steilen Stiegen hinauf, weckt die schlafenden Tauben und gelangt wieder in den Glockenraum.
Nach einer Weile, als man dem Bären unter der persönlichen Aufsicht des Majors das Fell abzieht, findet man in seinem Rachen ein Bündel Papiergeld – fünfhundert Reichstaler. Es ist unmöglich zu sagen, wie das dahin gekommen ist, aber es ist ja ein merkwürdiger Bär, und da der Küster den Bären erschossen hat, so gehört ihm das Geld, das ist ja ganz klar.
Als dies bekannt wird, begreift auch der kleine Faber, welche ehrenvolle Tat der Küster ausgeführt hat, und er erklärt, daß er stolz darauf sein wird, ihn seinen Schwager zu nennen.
Freitag abend kehrt Major Fuchs nach Ekeby zurück, nachdem er das Bärenfest im Küsterhaus und den Verlobungsschmaus in der Organistenwohnung mitgemacht hat. Schweren Herzens wandert er von dannen, keine Freude empfindet er darüber, daß der Feind gefallen ist, und keinen Stolz über das prächtige Bärenfell, das ihm der Küster geschenkt hat.
Vielleicht wird nun mancher denken, er traure darüber, daß die kleine feine Jungfer einem andern gehören soll. Ach nein, das verursacht ihm keinen Kummer. Aber was ihm zu Herzen geht, ist, daß der alte einäugige König des Waldes gefallen ist, ohne daß er Gelegenheit gehabt hat, eine Kugel auf ihn abzuschießen.
Und dann kommt er in den Kavalierflügel hinauf, wo die Kavaliere um das Feuer sitzen, und wirft, ohne ein Wort zu sagen, das Bärenfell mitten unter sie. Niemand muß nun glauben, daß er etwas von seinem Abenteuer erzählt hat; erst lange nachher gelang es ihnen, ihm den richtigen Zusammenhang zu entlocken. Auch verriet er nicht das Versteck des Brobyer Pfarrers, und der hat vielleicht niemals den Diebstahl entdeckt.
Die Kavaliere untersuchten das Fell.
»Ein prächtiger Balg«, sagte Beerencreutz. »Ich möchte wohl wissen, wie der Bursche aus seinem Winterschlaf herausgekommen ist, oder hast du ihn vielleicht in der Höhle erschossen?«
Er wurde in Bro erlegt.
»Ja, so groß wie der Gurlita-Bär ist er aber doch nicht«, sagte Gösta. »Ein mächtiges Tier ist es freilich gewesen.«
»Wäre er einäugig gewesen,« sagt Kevenhüller, »so hätte ich geglaubt, du hättest den Alten selbst erlegt, so groß ist er; aber dieser hat weder eine Wunde noch eine Narbe an dem einen Auge, folglich kann er es nicht sein.«
Fuchs fängt an, über seine Dummheit zu fluchen und zu schwören; nach einer Weile aber erhellt sich sein Gesicht so, daß er förmlich schön wird. Dann ist der große Bär also doch nicht von eines andern Mannes Schuß gefallen!
»Herr Gott, wie bist du gut!« sagt er und faltet die Hände.
Die Auktion auf Björne
Oft mußten wir Jungen uns über die Erzählungen der Alten wundern. »War denn jeden Tag Ball, solange eure strahlende Jugend währte?« fragten wir sie. »War denn das Leben ein einziges langes Märchen? Waren zu jener Zeit alle jungen Damen schön und liebenswürdig? Endete denn jedes Fest damit, daß Gösta Berling eine von ihnen entführte?«
Da schüttelten die Alten ihre ehrwürdigen Häupter und fingen an zu erzählen von dem Schnurren der Spindel, dem Klappern des Webstuhls, von der Geschäftigkeit in der Küche, von dem Schlag des Dreschflegels auf der Tenne und dem Klang der Axt im Walde. Aber es währte nie lange, bis sie wieder in den alten Ton verfallen waren. Da hielten die Schlitten vor der Freitreppe, da eilten die Pferde mit den fröhlichen jungen Menschenkindern durch die dunklen Wälder dahin, da wirbelte der Tanz, da sprangen die Saiten der Geige. Mit Lärm und Peitschengeknall sauste die wilde Jagd aus dem Märchen um den Löfsee. In weiter Ferne hörte man das Getöse, die Bäume des Waldes schwankten und fielen, alle Mächte der Zerstörung wurden losgelassen: die Feuersbrunst flammte, der Gießbach trat über seine Ufer, heulend umschlichen die hungrigen Wölfe die Gehöfte. Die Hufe der achtfüßigen Pferde traten alles stille Glück in den Staub. Wo die Jagd vorübersauste, da entflammten die Herzen der Männer in Wildheit, und die Frauen mußten in bleichem Entsetzen von Haus und Hof fliehen.
Und wir Jungen saßen staunend, schweigend, grausend und doch glückselig da. »Welche Menschen!« dachten wir. »Ihresgleichen werden wir nimmer sehen.«
» Dachten denn die Menschen jener Zeit niemals über das nach, was sie taten?« fragten wir.
»Freilich dachten sie, Kinder«, erwiderten die Alten.
»Aber nicht so wie wir denken«, behaupteten wir. Und dann verstanden die Alten nicht, was wir meinten.
Wir aber dachten an den wunderlichen Geist der Selbstkritik, der seinen Einzug schon in unsere Herzen gehalten hatte. Wir dachten an ihn mit den Eisaugen und den langen, knöcherigen Fingern, an ihn, der im finstersten Winkel unserer Seele sitzt und unser Wesen in Fasern zerpflückt, so wie alte Frauen Flicken aus Wolle oder Seide zerzupfen.
Stück für Stück hatten die langen, knöcherigen Finger zerpflückt, bis unser ganzes Ich wie ein Haufe alter Lumpen dalag, und dann waren unsere besten Gefühle, unsere unmittelbarsten Gedanken, alles, was wir getan und gesagt hatten, gründlich untersucht, durchforscht, zerpflückt, und die Eisaugen hatten zugeschaut, und der zahnlose Mund hatte höhnisch gelacht und geflüstert: »Seht, es sind Lumpen – nichts als Lumpen!«
Unter den Menschen jener Zeiten waren auch wohl einige, die ihre Seele dem Geist mit den Eisaugen erschlossen hatten. Bei dem einen saß er beobachtend an der Quelle der Handlungen, hohnlachend über Gutes und Böses, alles verstehend, nichts verurteilend, untersuchend, leitend, zerpflückend, die Regungen des Herzens und die Kraft des Gedankens durch sein unablässiges Hohnlachen lähmend.
Die schöne Marianne trug diesen Geist der Selbstkritik in sich. Sie fühlte, daß sein Eisblick, sein Hohnlächeln jedes Wort, jeden Schritt begleiteten. Ihr Leben war zu einem Schauspiel geworden, bei dem er der einzige Zuschauer war. Sie war kein Mensch mehr, sie litt nicht, freute sich nicht, liebte nicht; sie führte die Rolle der schönen Marianne Sinclaire aus, und die Selbstkritik saß mit starrenden Eisaugen und fleißig zupfenden Fingern da und sah zu, wie sie auftrat.
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