Aber auch Landesintern gab es Probleme. Die Landarbeiter wanderten ab in die Städte. Das Gesetzt „Lei das Sesmarias“ wurde 1375 erlassen, um das zu verhindern. Es war das Gesetzt des unbebauten Landes und sollte die Arbeiter zwingen weiterhin in ihren angestammten Berufen zu arbeiten. Das Gesetz erschwerte das Umziehen und verbot die freie Arbeitswahl.
Die Abwanderungen gingen trotzdem weiter. Das Volk machte, was es wollte.
Fernando, sehr beeinflusst von seiner Leonore, träumte noch immer vom kastilischen Thron. Als Heinrich II. 1379 starb, versuchte Fernando es erneut. Portugal bekannte sich zum Papst in Rom und griff Kastilien an. Admiral Sanchez de Tobar zerstörte daraufhin 1381 die portugiesische Flotte und Fernando musste erneut zu Kreuze kriechen und Johann I. von Kastilien um Frieden bitten. Bei so guter Freundschaft mit dem Nachbarn wechselte Fernando auch die Fahne des Papstes und bekannte sich zu Papst Klemens von Avignon, weil Kastilien auf dessen Seite stand.
Die Ehe mit Leonore bescherte ihm leider nicht den erhofften Nachfolger. Zwei Söhne verstarben im Kindesalter. Übrig blieben nur die einzige Tochter Beatrix, sowie eine uneheliche Tochter. Fernando I. nahm Geheimverhandlungen sowohl mit England, als auch mit Kastilien auf. Seine Tochter sollte entweder Eduard von England heiraten oder den Sohn von Johann I. von Kastilien. Zunächst kam er mit England zu einer Einigung. Portugal bekannte sich wieder zum Papst in Rom und zettelte den nächsten Krieg gegen Kastilien an, wieder einmal mit Unterstützung der Engländer. Der Earl von Cambridge landete mit 3000 Mann in Lissabon und feierte die Verlobung seines Sohnes mit Beatrix. Doch dann brach der Feldzug gegen Kastilien zusammen und die Engländer zogen ohne Hochzeit ab. Fernando, der Verzweiflungstäter, arrangierte nun doch die Hochzeit seiner Tochter in Kastilien. Diesmal sollte aber nicht der Sohn geheiratet werden, sondern der König selbst. Johann I. war im Alter von 25 Jahren gerade Wittwer geworden und heiratete die 11-jährige Beatrix 1383. Vertraglich war alles geregelt. Wenn Fernando sterben sollte, würde Portugal, bis zur Geburt des ersten Kindes von Beatrix und Johann, von einem Kronrat regiert. Sollte die Ehe kinderlos bleiben, würde Portugal an Kastilien fallen, es sollte aber dennoch autonom bleiben. Portugal bekannte sich wieder zum Papst in Avignon.
Am 22. Oktober 1383 starb der letzte König aus dem Hause Burgund nach 16-jähriger, wechselhafter Regierungszeit im Alter von 38 Jahren in Lissabon. Als „Fernando der Schöne“ oder „Unbeständige“ ging er in die Geschichte ein. (Dom Fernando o Belo, Dom Fernando o Inconstante)
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