So kann man hier sehr tiefgreifende Veränderungen initiieren, die sich natürlich auch auf die Psyche des Menschen auswirken können, aber auch auf seine Physis und somit auf seinen Alltag. Gleichzeitig kann man die verschiedenen Energieebenen auch als eine Art „Erklärungsmatrix“ sehen, da man hier die Möglichkeit besitzt, aktive Veränderungen zu erfahren, d. h., man lernt individuelle, diskarnierte Energien „kennen“, die wiederum bei der eigenen Evolution helfen können – egal, ob es nun „gehörte“ oder „gesehene“ Ratschläge sind oder aktive energetische Taten.
Geistesruhe: Hierbei geht es um die Fokussierung auf ein einziges Objekt bzw. eines einzigen Objektes. Ob man sich nun z. B. einen geometrischen Körper (z. B. ein Mandala) ansieht oder dies aktiv gedanklich bereist bzw. durchwandert, ist hierbei als gleichwertig zu betrachten. Ferner geht es auch um die bewusste Wahrnehmung und Kontrolle des eigenen Atems, des eigenen Herzschlages und der eigenen Gedanken. Hilfsmittel sind unendlich viele vorhanden. Klassisch sind Mandalas, eine Kerze, eine Landschaft oder ein geometrischer Körper (z. B. einer der platonischen Körper bzw. eine Kombination daraus wie z. B. ein Sterntetraeder). In gewissem Maße zählen auch Sutren, Mantren und Namensgebete hierzu, wobei man diese auch wieder unter einem eigenen Punkt nennen kann.
Namensgebete: Hier werden göttliche Namen als Mantra oder in mantraähnlicher Form verwendet, wie z. B. die Einleitung der Hexenrune durch die Wörter „Eko, eko Azarak. Eko, eko, Zomelak. Eko, eko, „Name des Gottes“, „Eko, eko, „Name der Göttin“. Aber auch allgemeine Mantren wie das berühmte „Om mani padme hum“ sind hier ohne Weiteres zu benennen. Doch auch Gesang oder das Chanten (insbesondere Choräle) zählen zu dieser Meditationsform.
Wobei die „einfachsten Namensgebete“, die Gebete sind, die man auch unter diesem Oberbegriff kennt. Egal, ob es nun das Rosenkranzgebet ist oder das „Vater unser“.
Tantra: Durch die Vereinigung von und mit Energien, u. a. auch mit dem Werkzeug der Sexualität, primär aber durch das Arbeiten mit den Haupt- und Nebenchakren, kann man sich selbst in einen meditativen Zustand bringen. Durch diese Art der Meditation kann man sehr nachhaltig verschiedenen Ideen und Philosophien in sein eigenes Leben integrieren, da man energetisch an der eigenen „Grundeinstellung“ arbeiten kann.
Trance- und Ekstasetechniken: Um einen besonderen körperlichen Effekt zu erhalten, kann man teilweise bestimmte Zustände „provozieren“. Man verlegt in diesem Fall seine Aufmerksamkeit auf einen einzigen Punkt und „schaltet“ hierdurch seinen inneren Zensor aus. Die gängigsten Trance- und Ekstasetechniken sind berühmte Trancetänze, die Hyperventilation, Minimierung der Blutzufuhr durch gezielte rituelle Fesselungen, bewusst herbeigeführte körperliche Überanstrengung und/oder psychoaktive Substanzen. Bei den psychoaktiven Substanzen muss man jedoch die Ergebnisse sehr kritisch betrachten, denn nicht jede drogeninduzierte Trance ist mit der einer spirituellen Sinnsuche zu vergleichen. Die „besten Drogen“ produziert immer noch der Körper selbst, wenn man also selbst nicht in der Lage ist, seinen Willen zusammen mit seinem Körper einzusetzen, um effektive Ergebnisse zu bekommen, muss man letztlich auch nicht zu pflanzlichen oder künstlichen Drogen greifen, um die eigene Unfähigkeit zu kompensieren.
Transzendentale Meditation: Die transzendentale Meditation bezieht sich auf eine Selbstcodierung und auf eine gezielte Willensschulung. Sie ist im Grunde schon eine weiterführende Technik, die man erst anwenden kann, wenn man das Grundprinzip der Meditation verstanden und verinnerlicht hat. In der transzendentalen Meditation kann ein Wort oder ein Mantra zur Kontemplation benutzt werden, wodurch eine innere Stille erlangt werden kann. Diese innere Stille ist der erste Schritt, um selbst „eine“ Transzendenz zu erfahren, wodurch man mit seinen energetischen Anteilen kommunizieren kann – etwas, das für die Selbsterkenntnis absolut essenziell ist.
Visualisierung und Imagination: Auch wenn die Visualisierung und die Imagination bereits in meditativen oder astralen Reisen „nötig“ bzw. „hilfreich“ sind, muss dieser Punkt auch noch einmal gesondert aufgeführt werden, da man letztlich auch Affirmationen visuell bzw. imaginativ ins eigene Energiesystem geben kann. So können z. B. verschiedener Gottheiten imaginiert werden, wodurch es zu einer latenten Invokation kommen kann. Dies bedeutet, dass man zu Beginn nur simuliert, dass man diese Energie ins eigene System einlädt. Mit der Zeit und wachsender Energie – in Bezug auf die Imagination / Visualisation – wird automatisch ein Invokationsruf emittiert, sodass es hier zu einer „echten“ Invokation kommen kann. Ähnliches gilt auch für die Rezitation von speziellen Mantren. Diese können nicht nur als Affirmationen und Selbstcodierungen gesehen werden, sondern auch als „wortwörtliche“ Eingebungen. Wenn man sich z. B. ein Planetenmantra erstellt, in welchem die archetypischen Energien des jeweiligen Planeten enthalten sind, vollzieht man letztlich auch eine Invokation dieser Energie.
Wenn man nun die ganzen Meditationen analysiert und diese auch kategorisiert, kann man letztlich ZWEI große Hauptbereiche finden. Diese kann man betiteln als Kategorien A und B.
A) passive Meditation– welche durch Ruhe, Stille oder Bewegungslosigkeit (jeweils physisch und/oder psychisch) ausgeführt wird.
B) aktive Meditation– welche durch Bewegung und/oder konzentriertes / fokussiertes Handeln ausgeführt wird. Hier werden alle Sinnesreize berücksichtigt, d. h., es ist egal, ob es sich um das Sehen (z. B. die Fokussierung auf eine Kerze oder eine geführte Reise), das Hören (meditative Musik oder die Kommunikation in einem Channeling), das Fühlen (die bewusste Wahrnehmung von Formen, aber auch das Laufen über besondere Oberflächen [materiell oder energetisch]), das Riechen (Verwenden einer Räucherung, um zu meditieren) oder das Schmecken (bewusste Einnhame von essbaren Materialien) handelt.
Diese Unterteilungen kann man natürlich auch in sehr vielen magischen und spirituellen Traditionen finden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass einige Traditionen eine Kombination versuchen bzw. es so deklarieren, dass man keinen klaren Unterschied zwischen Variante a) und b) erstellen soll. Eine solche Verschmelzung wird gern als „Weg zum eigenen Gottsein“ zusammengefasst, wobei hiermit schon eines der höchsten Ziele umrissen wird, die der menschliche Geist bewusst erreichen kann. Dieser „Weg“ besitzt natürliche viele Teilabschnitte, die – je nach Art der Tradition – gewisse essenzielle Fragmente besitzen. Sehr oft wird die sogenannte „Gedankenstille“ angestrebt, d. h., es soll ein Zustand erreicht werden, welcher eine innere bzw. gedanklich Leere erlaubt bzw. herbeiführt. Diese Leere ist im Idealfall absolut und man lässt keinen einzigen Gedanken zu. Dies hört sich zu Beginn unmöglich und fantastisch an, doch mit der Zeit wird man erkennen, dass es überhaupt nicht unmöglich ist.
Es kommt auf die Selbstcodierung an und wie die Meditation ausgeführt wird. Ferner ist es ein Zustand, der primär erst „hinterher“ bemerkt wird, wenn die Gedanken wieder fließen. Viel kennen dies, wenn sie mit dem Auto oder mit dem Motorrad unterwegs sind und „plötzlich“ überrascht sind, wie weit sie schon gekommen sind bzw. wo sie sich gerade befinden. Zwar wird das Fahrzeug immer noch sicher geführt, doch es kann als ein physischer Automatismus gesehen werden, der keinerlei bewusste Gedanken benötigt.
Dennoch muss man sagen, dass die Gedankenstille individuell bewertet werden muss. Sie sollte nicht als zwingendes Maß verstanden werden, welches unbedingt erreicht werden muss, um überhaupt zu meditieren. Daher muss man selbst bewerten, ob die Gedankenstille hilfreich oder eher störend ist – wobei eine echte Bewertung nur dann erfolgen kann, wenn man den jeweiligen Zustand auch kennenlernen konnte.
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