Bernhard StoEver - Remo.Killer

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Moses lag mit gespreizten Beinen auf dem Boden, mit dem Rücken an den Fliesen der Pisswand gelehnt. Das Wasser der Spülung lief ihm über Kopf und Schulter. Seine weit aufgerissenen Augen starrten entsetzt ins Leere. Arme und Beine zuckten im Todeskampf. Er röchelte schwer. Aus seiner durchtrennten Kehle quoll in Schüben das Blut. Es platschte über sein Hemd, vermischte sich mit dem Wasser der Pissrinne und verschwand, kleine Kreise ziehend, im Abfluss. Sein Leben verschwand im Abfluss.

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Unauffällig verließ O´Maley das Gebäude und mischte sich unter die ausgelassene Menge. Es roch nach Marihuana und billigem Fusel, der von geschäftstüchtigen Händlern in schmutzigen Plastikflaschen feilgeboten wurde. Das Zeug war pures Gift und setzte in den Köpfen ein Vakuum frei, das sich mit Wut und Aggression füllte. Schon zogen erste bewaffnete Banden randalierend durch die engen Gassen. Spezialeinheiten der Armee, die an strategischen Punkten bereitstanden, knüppelten die Eskalation nieder, bevor sie entstehen konnte. Kinshasa befand sich im Blickwinkel der Weltöffentlichkeit, keine Krawalle durften die so mühsam erpresste Illusion einer friedlichen und weltoffenen Stadt überschatten.

O´Maley fühlte sich benommen, sein Schädel dröhnte. Der Lärm um ihn herum drang nur als fernes Rauschen an sein Ohr. So war es nicht verwunderlich, dass er die hagere Gestalt nicht beachtete, die inmitten der schwankenden Masse bewegungslos verharrte und ihn misstrauisch beobachtete. Das Gesicht war vom Schatten eines breitkrempigen Hutes verdeckt.

Vorsichtig drängte sich O' Maley durch eine Horde torkelnder Kinder, die sich, vom billigen Fusel gepuscht, für unangreifbar hielten und verschwand im gegenüberliegenden Gebäude. Die mit Gitterstäben geschützte Tür war unverschlossen. Kaum hörte er sie hinter sich schließen, sprang sie bereits wieder auf und er bemerkte den Hageren, der gelangweilt zur Seite schaute, als er ihn misstrauisch beäugte. Das konnte kein Zufall sein. Unauffällig umklammerte O´Maley den Griff seiner Waffe, aber der Hagere kam ihm zuvor, geschmeidig verschwand seine Hand unter dem Hemd. Bevor O´Maley reagieren konnte, sah er in den Lauf eines kleinen, stupsnasigen Revolvers. Der dumpfe Knall des Schusses hallte im schmalen Gang und verlor sich im Nichts. Die Kugel verlor sich nicht, sie ratschte über seinen Oberschenkel und hinterließ einen blutigen Streifen. Bevor jedoch der Hagere ein weiteres Mal abdrücken konnte, jagte O´Maley ihm die Stahlmantelgeschosse seiner 45er in die Brust. Sofort war er bei ihm und entwand ihm die Waffe aus den sich verkrampfenden Fingern. Er spürte kaum Widerstand, die Löcher in der Brust waren zu groß. Doch noch bevor er ihm eine Frage stellen konnte, verlor der Hagere das Bewusstsein. Hastig durchsuchte O´Maley seine Taschen. Außer etwas Geld und einem internationalen Führerschein, ausgestellt auf den Namen Adrian Profiet, fand er keine weiteren Papiere. Das Geld und den stubsnasigen Revolver steckte er ein. Dann hielt er dem Sterbenden den Lauf seiner 45er an die Stirn und drückte ab.

Er verließ das Gebäude und verschwand in einer Seitengasse, wo das Motorrad noch unbeschädigt auf ihn wartete. Er hatte es unter einer Plastikfolie versteckt und durch eine schwere Metallkette gesichert. Nach zwei heftigen Tritten auf den Kickstarter sprang der Motor an und er jagte die Straße hinunter zum Fluss. Vorbei an stinkenden Abfällen, schäbigen Wellblechhütten und halbnackten Kindern, die seine halsbrecherische Fahrt johlend einige Schritte begleiteten.

Ein Fischerboot stand bereit, ihn nach Brazzaville überzusetzen. Ein gefährliches Unterfangen. Der Kongo war hier mehr als drei Kilometer breit und über achthundert Meter tief. Und die jetzt noch so lammfromm dahintreibenden Wassermassen würden sich unter dem Einfluss des Monsuns, der jeden Moment über das Land hereinbrechen konnte, in einen schäumenden Moloch verwandeln. Einem Moloch, der alle Übermütigen unerbittlich in die Tiefe reißen konnte.

Aber noch war alles friedlich und O' Maley hoffte inständig, dass es die nächsten Stunden auch so bleiben würde. Der Fischer, dem er hundert Dollar für die Überfahrt geboten hatte, wartete bereits. Er würde nichts unversucht lassen, ihn selbst gegen die Widrigkeiten der Natur lebend hinüberzubringen. Hundert Dollar waren ein Angebot, das man nicht einfach ausschlagen konnte.

Das Glück blieb O´ Maley auch weiterhin treu. Die Überfahrt verlief, abgesehen von der heftigen Schaukelei, die ihm seine Gedärme kosten ließen, ohne größere Zwischenfälle. Doch als die Dhau unter vollem Segel in den Hafen von Brazzaville rauschte, verdunkelte sich urplötzlich der Horizont. Es wurde rabenschwarz um ihn herum und noch bevor er in den maroden Zollbaracken Schutz suchen konnte, brach der Monsun aus und die Pforten des Himmels öffneten sich zu einem höllischen Inferno.

Die Flucht gelang, aber seinen Verrat würde man nicht tolerieren. Was das bedeutete, war ihm klar. Sein Leben war keinen Cent mehr wert. Die einzige Chance, die ihm blieb, war unterzutauchen, für immer zu verschwinden. Er musste wieder von vorne anfangen, außerhalb einer Gemeinschaft, allein auf sich gestellt. Aber damit konnte er umgehen, er kannte es nicht anders.

+

Los Angeles, Memorial Hospital 2010

Vini quetschte den Ferrari in die viel zu enge Parklücke und zwängte sich aus dem Wagen. Verdrossen folgte er dem penibel angelegten Kiesweg, der, vorbei an blühenden Akazien, durch das satte Grün eines gepflegten englischen Rasens schlängelte. Vor der Glastür, die breit genug war, auch Rollstühlen keine unüberwindbare Aufgabe zu bereiten, blieb er kurz stehen, holte tief Luft und stieß sie entschlossen auf. Er hasste Krankenhäuser, sie ließen ihn seine Verwundbarkeit spüren.

Zielstrebig durchquerte er die sterile, trotz der zahlreichen Pflanzen ergebnislos verfremdete Eingangshalle und eilte auf den Empfang zu.

„Bud O´Maley, wo finde ich ihn“, blaffte er die hübsche Latina an, die gelangweilt in einem Journal blätterte und ihn mit großen Augen anstarrte.

„Drei Anfragen in fünf Minuten, hätte nie für möglich gehalten, dass den überhaupt jemand kennt“, murmelte sie erstaunt vor sich hin.

„2. Etage, Saal 18, und sie sind heute schon der dritte, der sich nach O´ Maley erkundigt“.

Vini runzelte verwundert die Stirn. Sein Blick streifte ihre prallen Brüste, die die Bluse fast sprengten und so gar nicht zu dem schlanken Körper passen wollten.

„Man hatte mir versichert, er würde in ein Einzelzimmer verlegt werden, wieso ist das noch nicht geschehen?“

Seine Augen wanderten den Hals hinauf und blieben am grell geschminkten Mund hängen.

„Fragen sie doch auf der Station nach“, fauchte sie ihn böse an.

Verärgert wandte er sich ab und eilte zum Treppenhaus, seine Geduld war zu begrenzt, um auf einen der Fahrstühle zu warten. Zwei Etagen höher stank es, zumindest kam es ihm so vor, noch erbärmlicher als in der Eingangshalle. Er blickte den Flur entlang und zählte die Türen:

„16, 17, 18, da, die letzte Tür musste es sein.“ Er beschleunigte seine Schritte.

Mit einem hässlichen Quietschen kam der sechzig Jahre alte Fahrstuhl zum Stehen. Die Türen öffneten sich geräuschvoll. Eine hochgewachsene junge Frau betrat zögernd den Flur. In der Hand hielt sie einen Strauß mit bunten Blumen. Suchend sah sie sich um. Plötzlich sprang wenige Schritte vor ihr eine Tür auf und ein schmächtiger Mann in engen Jeans und einem locker über die Hose getragenen Hemd stürzte heraus. Seine Haare waren zu kleinen Zöpfen gedreht, die den Kopf krönten wie abgestorbene Baumstämme einen verkohlten Wald. Durch den einsetzenden Luftzug wehte das Hemd kurz auf und Vini konnte den mit einem Schalldämpfer versehenen Lauf eines Revolvers erkennen, der griffbereit unter dem Gürtel klemmte.

„Eine Automatik mit Schalldämpfer“, registrierte er erstaunt. Seine Blicke suchten die Augen des Mannes. Das musste einer der Typen sein, die sich nach O´Maley erkundigt hatten. Doch noch bevor er den Gedanken zu Ende führen konnte, riss der Schmächtige, der Vinis Blicken gefolgt war, die Waffe aus dem Gürtel, legte kurz an, wobei er mit der linken Hand die Schusshand von unten stabilisierte, und schoss dreimal in seine Richtung.

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