Stefan Zweig - Magellan

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Magellan ist als erster Weltumsegler in die Geschichte der großen Entdeckungen eingegangen. Der portugiesische Seefahrer, der unter spanischer Flagge fuhr, wollte die Molukken von Westen her erreichen. Am 20. September 1519 stach seine Flotte mit 250 Mann Besatzung von Sanlúcar in See Richtung Südamerika. Er entdeckt Patagonien, umrundet Feuerland und segelt quer durch den Pazifik, über die Philippinen, Borneo, Trinidad und um das Kap der Guten Hoffnung. Nur achtzehn Überlebende landen drei Jahre später wohlbehalten im Heimathafen.

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Jahre und Jahre bleibt, ein anderer Odysseus, der sein Ithaka vergessen hat, Francisco Serrão in den Armen seiner dunkelhäutigen Kalypso, und kein Engel des Ehrgeizes vermag ihn mehr aus diesem Paradies des dolce far niente zu vertreiben. Neun Jahre bis zu seinem Tode hat dieser freiwillige Robinson, dieser erste Kulturflüchtling, die Sundainseln nicht mehr verlassen, von allen Konquistadoren und Capitanos der portugiesischen Heldenzeit nicht gerade der heroischeste, aber wahrscheinlich der klügste und auch der glücklichste.

Diese romantische Weltflucht Francisco Serrãos scheint zunächst ohne Bezug auf das Leben und die Leistung Magellans. In Wahrheit aber hat gerade der epikuräische Verzicht des einen kleinen und höchst unberühmten Kapitäns den allerentscheidendsten Einfluß auf Magellans Lebensgestaltung und damit auf die Geschichte der Weltentdeckung geübt. Denn über die riesige räumliche Ferne hinweg bleiben die beiden Blutsfreunde in ständiger Verbindung. Jedesmal, wenn sich Gelegenheit bietet, von seiner Insel aus eine Botschaft nach Malacca und von dort nach Portugal zu schicken, schreibt Serrão an Magellan ausführliche Briefe, die begeistert den Reichtum und die Annehmlichkeit seiner neuen Heimat rühmen. Wörtlich schreibt er: »Ich habe hier eine neue Welt gefunden, reicher und größer als die Vasco da Gamas«, dringend mahnt er, ganz umstrickt vom Zauber der Tropen, den Freund, endlich doch das undankbare Europa und den wenig einträglichen Dienst zu lassen und baldigst ihm nachzukommen. Und es ist kaum zu bezweifeln, daß es Francisco Serrão gewesen, der zuerst Magellan auf den Gedanken gebracht, ob es bei der fernöstlichen Lage dieser Inseln nicht rätlicher wäre, sie auf dem Wege des Columbus (von Westen her) statt auf jenem Vasco da Gamas (von Osten her) aufzusuchen.

Wie weit die Verhandlungen zwischen den beiden Blutsfreunden gingen, wissen wir nicht. Jedenfalls müssen die beiden irgend etwas Bestimmtes erwogen haben, denn nach dem Tode Serrãos fand sich unter seinen Papieren ein Brief Magellans, in dem dieser dem Freunde geheimnisvoll verspricht, baldigst nach Ternate zu kommen, und zwar »wenn nicht über Portugal, auf einem andern Wege«. Und diesen neuen Weg zu finden, ist der Lebensgedanke Magellans geworden.

Dieser eine Gedanke, ein paar Narben auf dem dunkelgebrannten Leib und schließlich ein malaiischer Sklave, den er in Malacca gekauft – diese drei Dinge sind so ziemlich alles, was nach sieben Jahren indischen Frontdienstes Magellan in seine Heimat zurückbringt. Ein sonderbares, vielleicht ein unwilliges Erstaunen muß es für den abgekämpften Soldaten gewesen sein, da er, 1512 endlich wieder landend, ein ganz anderes Lissabon, ein ganz anderes Portugal erblickt, als das er vor sieben Jahren verlassen. Schon bei der Einfahrt in Belem staunt er auf. Statt des alten niederen Kirchleins, das seinerzeit Vasco da Gamas Ausfahrt gesegnet, erhebt sich, endlich vollendet, die mächtige, prächtige Kathedrale, erstes sichtliches Zeichen des riesigen Reichtums, der mit dem indischen Gewürz seinem Vaterlande zugefallen. Jeder Blick zeigt rings Veränderung. Auf dem früher spärlich befahrenen Fluß drängt Segel an Segel, in den Werften am Ufer entlang hämmern die Werkleute, um nur rasch neue, nur rasch größere Flotten auszurüsten. Im Hafen wimpeln dicht gereiht, Mast neben Mast, inländische und ausländische Schiffe, überfüllt ist die Reede mit Waren, vollgepfropft lagern die Speicher, Tausende von Menschen eilen und lärmen auf den Straßen zwischen den großartigen neuaufgeführten Palästen. In den Faktoreien, an den Wechslerbänken und in den Maklerstuben wirbeln alle Sprachen Babels – dank der Ausbeutung Indiens ist Lissabon innerhalb eines Jahrzehnts aus einer Kleinstadt eine Weltstadt, eine Luxusstadt geworden. In offenen Karossen zeigen die Frauen des Adels ihre indischen Perlen, prächtig gewandet scharwenzelt ein riesiger Troß von Höflingen im Schloß, und der Heimgekehrte erkennt: sein und seiner Kameraden in Indien vergossenes Blut hat sich dank geheimnisvoller Chemie hier in Gold verwandelt. Während sie unter der unerbittlichen Sonne des Südens gekämpft, gelitten, entbehrt und geblutet haben, wurde Lissabon durch ihre Tat die Erbin Alexandrias und Venedigs, wurde Manoel »el fortunado« der reichste Monarch Europas. Alles ist daheim anders geworden, alles lebt in der alten Welt reicher, üppiger, genießerischer, verschwenderischer, als hätte das eroberte Gewürz, das erhandelte Gold die Sinne beschwingt – nur er kehrt wieder als derselbe, als der »unbekannte Soldat«, von niemandem erwartet, von niemandem bedankt, von niemandem begrüßt. Wie in eine Fremde kehrt nach sieben indischen Jahren der portugiesische Soldat Fernão de Magelhaes in seine Heimat zurück.

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