Lucy Montgomery - Anne in Avonlea
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»Wie geht es Mrs Lynde heute?«, fragte Anne.
»Sie ist ruhiger und gelassener«, antwortete Marilla und setzte sich auf Annes Bett - was ihre ungewöhnliche innere Unruhe verriet, denn in Marillas Vorstellung von Haushaltsführung war es unverzeihlich, sich auf ein gemachtes Bett zu setzen. »Aber sie ist sehr allein. Eliza musste heute nach Hause zurückkehren. Ihr Sohn ist krank, sie konnte nicht länger bleiben.«
»Wenn ich hiermit fertig bin, laufe ich hinüber und plaudere ein Weilchen mit Mrs. Lynde«, sagte Anne. »Ich wollte eigentlich ein bisschen Latein lernen, aber das kann warten.«
»Gilbert Blythe wird im Herbst wohl aufs College gehen«, sagte Marilla plötzlich. »Würdest du auch gern gehen, Anne?«
Anne schaute verwundert auf.
»Sicher, Marilla. Aber es ist ausgeschlossen.«
»Es lässt sich schon machen. Ich fand schon immer, du solltest gehen. Der Gedanke, dass du meinetwegen darauf verzichtest, belastet mich.«
»Aber, Marilla, ich habe es nicht einen Augenblick bedauert, zu Hause zu bleiben. Ich war so glücklich. Die zwei vergangenen Jahre waren einfach herrlich.«
»0 ja, das weiß ich schon. Aber das ist nicht der Kern der Sache. Du solltest dich weiterbilden. Du hast genügend Ersparnisse, die für das erste Jahr in Redmond reichen. Die Zinsen würden für das zweite Jahr reichen, du könntest Stipendien gewinnen.«
»Ja, aber es geht nicht, Marilla. Deine Augen haben sich zwar gebessert, aber ich kann dich mit den Zwillingen nicht allein sitzen lassen. Man muss ständig ein Auge auf sie haben.«
»Ich würde ja nicht allein mit ihnen sein. Das ist der Punkt, den ich mit dir besprechen will. Ich habe mich heute lange mit Rachel unterhalten, Anne, es geht ihr in vielerlei Hinsicht gar nicht gut. Sie hat nicht viel Geld. Vor acht Jahren haben sie eine Hypothek auf die Farm aufgenommen, um dem jüngsten Sohn im Westen einen Neubeginn zu ermöglichen. Seither haben sie gerade die Zinsen abbezahlen können. Dann hat natürlich Thomas’ Krankheit eine Menge Geld verschlungen. Die Farm muss verkauft werden. Rachel meint, bis alle Rechnungen beglichen sind, wird kaum noch etwas übrig sein. Sie wird die Farm verlassen und zu Eliza ziehen müssen. Der Gedanke, aus Avonlea weg zu müssen, bricht ihr das Herz. Eine Frau in ihrem Alter mache nicht mehr so leicht neue Bekanntschaften. Als sie mir das erzählte, Anne, ging mir durch den Kopf, dass ich sie fragen könnte, hier bei mir zu wohnen. Aber bevor ich es ihr anbiete, wollte ich es mit dir bereden. Wenn Rachel hier wohnen würde, könntest du aufs College gehen. Wie findest du das?«
»Das kommt mir vor, als hätte mir jemand ... den Mond vom Himmel geholt. . . und ich weiß nicht... was ich damit anfangen soll«, sagte Anne wie benommen. »Aber was Mrs Lynde angeht, das musst du entscheiden, Manila. Meinst du ... bist du sicher... du willst es? Mrs Lynde ist eine herzensgute Frau und nette Nachbarin, aber . .. aber. ..«
»Aber sie hat ihre Fehler, wolltest du sagen?Ja, gewiss. Doch ich würde noch viel eher schlimmere Fehler hinnehmen können, als Rachel aus Avonlea Weggehen zu sehen. Ich würde sie schrecklich vermissen. Sie ist meine einzige enge Freundin hier am Ort. Ohne sie wäre ich verloren. Seit funfundvierzig Jahren sind wir Nachbarinnen und hatten nie Streit - obwohl es kurz davor war, als du damals auf Mrs Rachel losgingst, weil sie dich ein hässliches, rothaariges Mädchen nannte. Erinnerst du dich, Anne?«
»0 ja«, sagte Anne reuevoll. »So was vergisst man nicht. Wie ich die arme Mrs Rachel in dem Augenblick gehasst habe!«
»Und dann deine >Entschuldigung<. Naja, du warst wirklich eine Nervensäge, Anne. Ich wusste einfach nicht, wie ich dich anpacken sollte. Matthew verstand das besser.«
»Matthew verstand alles«, sagte Anne sanft, wie sie stets von ihm sprach.
»Nun, jedenfalls konnte die Sache bereinigt werden, sodass Rachel und ich nicht aneinander rasselten. Wenn zwei Frauen unter einem Dach nicht miteinander auskommen, liegt das ohnehin meist daran, dass sie gemeinsam in der Küche herumfuhrwerken und einander in die Quere kommen. Würde Rachel also herkommen, könnte sie im Nordgiebel ihr Schlafzimmer einrichten und das Gästezimmer als Küche. Das Gästezimmer brauchen wir sowieso nicht. Sie könnte ihren Herd dort aufstellen und die Möbel, die sie behalten will. Sie könnte es sich richtig gemütlich machen und wäre unabhängig. Natürlich würde sie genug zum Leben haben - dafür würden ihre Kinder sorgen. Ich würde ihr nur ein Dach über dem Kopf zur Verfügung stellen. Ja, Anne, was mich angeht, mir würde es gefallen.«
»Dann frage sie«, sagte Anne sofort. »Mir würde es auch Leid tun, wenn Mrs Rachel fortginge.«
»Wenn sie einverstanden ist«, fuhr Marilla fort, »kannst du gut aufs College gehen. Sie leistet mir Gesellschaft und erledigt für die Zwillinge, was ich nicht tun kann. Also gibt es keinen plausiblen Grund, weshalb du nicht gehen könntest.«
An dem Abend stand Anne lange am Fenster und dachte nach. Freude und Bedauern kämpfte in ihr. Sie war schließlich doch, plötzlich und unerwartet, zur Biegung ihrer Straße gelangt. Das College lag hinter der Biegung, mit hundert regenbogenfarbigen Hoffnungen und Träumen. Aber Anne war sich auch darüber im Klaren, dass sie viel Schönes hinter sich ließ, wenn sie um die Biegung ging - all die einfachen Pflichten und die Freundschaften, die ihr in den vergangenen zwei Jahren so ans Herz gewachsen waren und die sie durch ihre Begeisterung zu etwas Schönem und Freudigem gemacht hatte. Sie würde die Schule aufgeben müssen - und sie hatte alle ihre Schüler gern, auch die dummen und ungezogenen. Sie brauchte nur an Paul Irving zu denken und sie fragte sich, ob Redmond sie überhaupt reizen konnte.
»Ich habe in den letzten Jahren viele kleine Wurzeln geschlagen«, erzählte Anne dem Mond. »Wenn ich nun entwurzelt werde, tut das sehr weh. Aber es muss sein, denke ich. Und, wie Marilla sagt, es gibt keinen plausiblen Grund, nicht zu gehen.«
Am nächsten Tag schickte Anne die Kündigung ab. Mrs Rachel nahm nach einem offenen und ehrlichen Gespräch mit Marilla dankbar das Angebot an auf Green Gables zu wohnen. Den Sommer über jedoch wollte sie in ihrem Haus bleiben. Die Farm würde erst im Herbst verkauft werden, dafür gab es noch etliche Absprachen zu treffen.
»Ich wollte nie so weit ab von der Straße wohnen«, sagte sie seufzend zu sich. »Aber so aus der Welt, wie es mir immer vorkam, ist Green Gables auch wieder nicht. Anne hat viele Freunde und die Zwillinge bringen Leben ins Haus. Überhaupt würde ich lieber am Brunnengrund leben, als aus Avonlea Weggehen.«
Diese zwei Beschlüsse verbreiteten sich in Windeseile und verdrängten Mrs Harrison als Thema Nummer eins von der Tagesordnung. Viele schüttelten den Kopf über Manilas überstürzte Entscheidung, Mrs Rachel bei sich aufzunehmen. Die Leute meinten, die beiden würden nicht miteinander auskommen. Sie hätten beide »ihren eigenen Kopf«. Es wurden jede Menge düstere Vorhersagen gemacht, wovon sich die beiden jedoch nicht beirren ließen. Sie hatten sich klar und entschieden hinsichtlich ihrer zukünftigen Pflichten und Rechte geeinigt und wollten sich auch daran halten.
»Ich mische mich nicht in deine Angelegenheit ein und du dich nicht in meine«, hatte Mrs Rachel bestimmt gesagt. »Was die Zwillinge angeht, tue ich gern alles, was in meinen Kräften steht. Aber auf Davys Fragerei lasse ich mich nicht ein. Ich bin kein Lexikon und auch keine Rechtsgelehrte, die sich in allen Tricks und Kniffs auskennt. In dem Punkt wird Anne dir fehlen.«
»Manchmal sind Annes Antworten fast so merkwürdig wie Davys Fragen«, sagte Marilla trocken. »Die Zwillinge werden sie vermissen, ohne Zweifel. Aber sie kann nicht ihre Zukunft Davys Wissensdurst opfern. Ich kann seine Fragen nicht beantworten und sage ihm nur, Kinder müssen aus sich selbst heraus lernen. So wurde ich großgezogen und der Weg war auch nicht schlechter als diese neumodischen Methoden der Kindererziehung.«
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