James Joyce - Dublin

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Ein Meisterwerk der literarischen Moderne über die Bewohner von Joyces Heimatstadt Dublin: In diesen 15 Kurzgeschichten, die lose chronologisch von der Kindheit bis ins Alter reichen, beschreibt Joyce das Leben der irischen Mittelschicht zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Unter Verwendung der erlebten Rede, die sich weniger auf äußere Handlungen fokussiert, geht es oft um das Verhaften in erstarrten Abläufen, die Veränderungen praktisch nicht zulassen.-

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»Ich kenne diese Matrosen«, sagte er.

Eines Tages hatte er sich mit Frank gezankt, und nach diesem Zwischenfall konnte sie den Geliebten nur noch heimlich treffen.

Immer dunkler wurde es in der Straße. Das Weiß zweier Briefe auf ihrem Schoß wurde undeutlich. Der eine war an Harry, der andere an ihren Vater. Ernst war ihr Lieblingsbruder gewesen, aber auch Harry mochte sie gerne. Sie hatte bemerkt, daß ihr Vater seit einiger Zeit alterte; er würde sie vermissen. Manchmal konnte er sehr nett sein. Vor kurzem noch, als sie einen Tag krank zu Bett lag, hatte er ihr eine Gespenstergeschichte vorgelesen und Toast für sie auf dem Feuer bereitet. Ein anderes Mal, als ihre Mutter noch lebte, waren sie alle auf den Hill of Howth gegangen und hatten dort gepicknickt. Sie sah den Vater noch vor sich, wie er den Hut der Mutter aufsetzte, damit die Kinder lachten.

Die Zeit verging schnell, aber immer noch saß sie am Fenster, lehnte den Kopf gegen den Fenstervorhang, atmete den Duft des staubigen Kreton. Weit unten in der Straße konnte sie eine Straßenorgel spielen hören. Sie kannte die Melodie. Seltsam, daß sie sie grade jetzt hörte, daß sie sie an das Versprechen an die Mutter erinnerte, das Haus so lange sie nur konnte zusammenzuhalten. Sie dachte an den letzten Abend der Krankheit ihrer Mutter; sie war wieder in dem schwülen, dunklen Zimmer auf der andern Seite des Flurs, und draußen hörte sie eine melancholische, italienische Melodie. Dem Orgelspieler hatte man gesagt, er solle weitergehen, und hatte ihm Sixpence gegeben. Sie dachte auch an den Vater, der wieder ins Krankenzimmer stolzierte und sagte:

»Die verfluchten Italiener! Kommen sogar bis hierhin!«

Während sie so sann, tropfte ihr Erkenntnis aus der Vision des jämmerlichen Lebens ihrer Mutter bis ins Innerste – dies banale Opferleben, das im Irrsinn endete. Sie erbebte, als sie immer wieder ihrer Mutter Stimme mit närrischer Beharrlichkeit sagen hörte:

Derevaun Seraun! Derevaun Seraun!

Von plötzlicher Angst gepackt, stand sie auf. Fliehen! Sie mußte fliehen! Frank würde sie retten! Er würde ihr Leben, vielleicht auch Liebe geben. Aber sie wollte leben. Warum sollte sie unglücklich sein? Sie hatte ein Recht auf Glück. Frank würde sie in seine Arme nehmen, sie in seine Arme hüllen. Er würde sie retten . . .

Sie stand in der unruhigen Menge auf dem North-Wall-Bahnhof. Er hielt ihre Hand, und sie wußte, daß er zu ihr sprach, immer wieder etwas über die Überfahrt sagte. Der Bahnhof war voll Soldaten mit braunem Gepäck. Durch die weiten Tore der Schuppen sah sie die schwarze Masse des Schiffes, das mit erleuchteten Luken an der Kaimauer lag. Sie antwortete nichts. Sie fühlte, wie kalt und blaß ihre Wangen waren, und aus wirrer Not heraus betete sie zu Gott, sie zu leiten, ihr zu zeigen, was ihre Pflicht war. Das Schiff stieß ein langes, trauriges Pfeifen in den Nebel. Wenn sie ging, war sie morgen mit Frank auf dem Meere, fuhr nach Buenos Aires. Ihre Plätze für die Überfahrt waren bestellt. Konnte sie nach allem, was er für sie getan hatte, noch zurück? Vor innerer Not wurde ihr schlecht, aber immer noch bewegte sie die Lippen in stillem, inbrünstigem Gebet.

Ein Glockenton fiel ihr ins Herz. Sie fühlte, wie er ihre Hand ergriff.

»Komm!«

Alle Meere der Welt umtobten ihr Herz. Er zog sie hinein: er würde sie auf den Grund reißen. Mit beiden Händen packte sie das eiserne Gitter.

»Komm!«

Nein! Nein! Nein! Es war unmöglich. Wie wahnsinnig packten ihre Hände das Eisen. Aus all den Meeren heraus schrie sie einen Angstschrei!

»Eveline! Evvy!«

Schnell trat er auf die andere Seite der Schranke und rief ihr zu, zu folgen. Er wurde angeschrien, weiterzugehen, aber immer noch rief er sie. Sie wandte ihm ihr weißes Gesicht zu, passiv, wie ein hilfloses Tier. In ihren Augen war nichts, keine Liebe, kein Abschied, kein Erkennen.

NACH DEM RENNEN

Die Wagen ratterten in Richtung Dublin, glitten dahin wie Kugeln in der Wagenspur der Naas Road. Auf dem Gipfel des Hügels bei Inchicore standen dichtgedrängt die Zuschauer, beobachteten die Wagen, die nach Hause fuhren; und durch diese Gasse der Armut und Untätigkeit jagte der Kontinent seinen Reichtum und seine Industrie. Dann und wann erhob die Menge das Hurrageschrei der dankbar Bedrückten. Ihre Sympathie aber galt den blauen Wagen – den Wagen ihrer Freunde, der Franzosen.

Die Franzosen waren übrigens die wahren Sieger. Ihre Wagen waren gut gefahren; sie hatten die zweite und dritte Stelle errungen, und der Fahrer des gewinnenden deutschen Wagens war, wie gemunkelt wurde, ein Belgier. Deshalb begrüßte jeden blauen Wagen doppelter Beifall, als er die Spitze des Hügels erreichte, und jeder Beifall wurde von denen im Wagen mit Lächeln und Kopfnicken beantwortet. In einem dieser schön gebauten Wagen saß eine Gesellschaft von vier jungen Männern, die ausgelassener schienen, als es sonst selbst siegreiche Gallier sind. Diese vier jungen Männer waren in der Tat übermütig. Es waren: Charles Ségouin, der Besitzer des Wagens; André Rivière, ein junger Elektrotechniker kanadischer Herkunft; ein großer Ungar mit Namen Villona und ein sauber angezogener junger Mann mit Namen Doyle. Ségouin war guter Laune, weil er ganz unerwarteterweise einige Aufträge auf spätere Lieferung erhalten hatte (er wollte ein Automobilgeschäft in Paris einrichten), und Rivière war guter Laune, weil er zum Direktor dieses Geschäftes ernannt werden sollte; diese beiden jungen Männer (sie waren Vettern) waren auch wegen des Erfolges der französischen Wagen guter Laune. Villona war guter Laune, weil er ein sehr befriedigendes Frühstück hinter sich hatte; außerdem war er von Natur aus Optimist. Der Vierte der Gesellschaft aber war zu aufgeregt, um wirklich glücklich zu sein.

Er war ungefähr sechsundzwanzig Jahre alt, hatte einen weichen, hellbraunen Schnurrbart und ziemlich unschuldig dreinschauende, graue Augen. Sein Vater, der früher ganz rechtsstehender Nationalist gewesen war, hatte seine Ansichten schnell geändert. Als Metzger in Kingstown war er zu Geld gekommen und dann durch die Eröffnung von Läden in Dublin und den Vorstädten noch vielfach reicher geworden. Außerdem hatte er das Glück gehabt, sich einige Lieferungsverträge für die Polizei zu sichern, und war schließlich so reich geworden, daß die Dubliner Zeitungen von ihm als dem reichen Kaufherrn sprachen. Er hatte seinen Sohn nach England geschickt, wo er in einem großen katholischen College erzogen wurde, und ihn dann auf der Dublin University Jura studieren lassen. Jimmy studierte nicht sehr ernstlich und schlug einige Zeit ganz gehörig über die Stränge.

Er hatte Geld und war beliebt; seltsamerweise teilte er seine Zeit zwischen Musiker- und Automobilistenkreisen. Dann war er für ein Semester nach Cambridge geschickt worden, um das Leben ein wenig kennenzulernen. Wenn sein Vater auch schimpfte, freute er sich im geheimen doch über seine Exzesse; er hatte seine Rechnungen bezahlt und ihn dann nach Hause geholt. In Cambridge hatte er Ségouin kennengelernt. Sie waren bis heute noch nicht viel mehr als Bekannte, aber Jimmy fand großes Vergnügen an der Gesellschaft jemandes, der so viel von der Welt gesehen hatte und als Eigentümer einiger der größten Hotels in Frankreich bekannt war. Ein solcher Mann war (und sein Vater war derselben Meinung) die Bekanntschaft wohl wert, selbst wenn er nicht der reizende Gefährte gewesen wäre, der er wirklich war. Villona war auch unterhaltend – ein glänzender Pianist –, aber leider sehr arm.

Der Wagen fuhr mit seiner Last übermütiger Jugend lustig weiter. Die beiden Vettern saßen auf dem Vordersitz; Jimmy und sein ungarischer Freund saßen hinten. Villona war tatsächlich glänzender Laune; meilenlang summte er in seinem tiefen Baß eine Melodie. Die Franzosen warfen Gelächter und leichte Worte über die Schulter, und oft mußte sich Jimmy nach vorne beugen, den schnellen Satz zu erhaschen. Dies war nicht gerade angenehm für ihn, da er fast immer erst nach der Bedeutung suchen und eine passende Antwort gegen den starken Wind zurückrufen mußte. Außerdem hätten Villonas Summen und der Lärm des Wagens jeden andern auch gestört. Schnelle Bewegung durch den Raum wirkt erhebend; genau so wirkt gute Gesellschaft, genau so wirkt der Besitz von Geld. Dies waren drei gute Gründe für Jimmys Erregung. An diesem Tage hatten ihn viele seiner Freunde in Gesellschaft dieser Kontinentalen gesehen. An der Kontrolle hatte ihn Ségouin einem der französischen Fahrer vorgestellt, und als Antwort auf seine verwirrt gemurmelten Glückwünsche hatte dessen schwärzliches Gesicht eine Reihe blendend weißer Zähne gezeigt. Nach dieser Ehre war es angenehm, in die profane Welt der Zuschauer, die sich anstießen und sich bezeichnende Blicke zuwarfen, zurückzukehren. Und dann – was das Geld betrifft – besaß er wirklich eine große Summe. Ségouin hielt sie vielleicht nicht für groß, aber Jimmy, der trotz zeitweiliger Seitensprünge im Grunde der Erbe solider Instinkte war, wußte wohl, mit welcher Schwierigkeit es zusammengebracht worden war. Dieses Wissen hatte früher seine Rechnungen in den Grenzen vernünftiger Sorglosigkeit gehalten, und wenn er sich der im Gelde ruhenden Arbeit bewußt gewesen war, wo es sich nur um einige Launen der höheren Intelligenz handelte, wie viel mehr heute, wo er im Begriff war, den größeren Teil seines Kapitals zu wagen. Es war für ihn eine ernste Sache. Natürlich war die Anlage gut, und Ségouin hatte es wohl verstanden, den Eindruck zu erwecken, als würde das Bißchen irischen Geldes nur aus Freundschaft in das Kapital des Konzerns aufgenommen. Jimmy hatte vor seines Vaters Scharfblick in geschäftlichen Dingen großen Respekt, und in diesem Falle war es sein Vater gewesen, der als erster diese Anlage angeregt hatte; Geld, das in Autogeschäften angelegt würde, bedeutete großen Gewinn. Außerdem sah Ségouin ganz nach dem Reichtum aus, der so leicht nicht täuscht. Jimmy fing an, den herrlichen Wagen, in dem er saß, in Tagesarbeit umzurechnen. Wie glatt er fuhr! Wie waren sie über die Landstraßen gejagt! Die Fahrt legte einen Zauberfinger an den wirklichen Puls des Lebens, und tapfer bemühte sich die Maschinerie der menschlichen Nerven, dem springenden Lauf des schnellen blauen Tieres zu entsprechen.

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