Francis Bacon - Essays
Здесь есть возможность читать онлайн «Francis Bacon - Essays» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Essays
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Essays: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Essays»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Essays — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Essays», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
ACHTE ABHANDLUNG:
ÜBER EHE UND ALLEINLEBEN
Derjenige, der Frau und Kinder hat, hat damit dem Schicksal Geiseln verschafft, denn sie hindern an großen Taten, sowohl an solchen der Tugend wie an solchen des Unheils. Es ist gewiss, dass die besten Werke, die der Allgemeinheit zum größten Vorteil gereichen, von unverheirateten und kinderlosen Männern geübt wurden, die ihre Zuneigung und ihr Vermögen der Allgemeinheit schenken und diese damit gleichsam geheiratet und versorgt haben. Doch sollten sich eigentlich diejenigen, die Kinder haben, am meisten um die Zukunft sorgen, denn sie wissen, dass sie dieser ihr liebstes Unterpfand hinterlassen müssen. Doch es gibt auch solche, die allein leben und deren Gedanken nicht über ihr eigenes Ende hinausreichen und die die Zukunft als Zumutung ansehen. Und es gibt andere, welche Frau und Kinder nur als kostspielige Belastung betrachten. Mehr noch, manche närrische, reiche und gierige Männer sind stolz darauf, keine Kinder zu haben, weil sie glauben, deshalb als noch reicher zu gelten. Vielleicht haben sie gehört, wie jemand sagte: „Dieser dort ist ein großer, reicher Mann“, und ein anderer einwandte: „Ja, aber er trägt die Bürde vieler Kinder“, als ob dieses eine Minderung seines Reichtums bedeutete. Aber der hauptsächliche Grund für das Alleinleben liegt in der Freiheit, besonders bei jenen selbstgefälligen und launigen Geistern, die so empfindlich auf jegliche Beschränkung reagieren, dass sie bereits glauben, ihre Gürtel und Sockenhalter seien Stricke und Fesseln. Unverheiratete Männer sind die besten Freunde, die besten Herren, die besten Diener, aber nicht immer die besten Untertanen, denn sie suchen gern das Weite; fast alle Flüchtlinge gehören diesem Stande an. Ehelosigkeit eignet sich für Kirchenmänner, denn Mildtätigkeit vermag kaum noch den Boden zu wässern, nachdem sie zuvor einen Teich füllen musste. Bei Richtern und Magistraten ist sie von keiner großen Bedeutung, denn wenn sie oberflächlich und bestechlich sind, findet man unter ihnen Diener, die fünfmal schlimmer sind als eine Ehefrau. Was die Soldaten angeht, so stelle ich fest, dass die Generäle sie in ihren Ansprachen immer wieder an ihre Frauen und Kinder erinnern, und ich glaube, dass die Ablehnung der Ehe bei den Türken den gemeinen Soldaten noch gemeiner macht. Gewiss stellen Frau und Kinder eine Art Lehrstube der Menschlichkeit dar, und Unverheiratete mögen zwar einerseits mildtätiger sein, weil ihre Geldmittel nicht so stark erschöpft werden, aber auf der anderen Seite sind sie grausamer und hartherziger (eine gute Voraussetzung für das Amt eines strengen Inquisitors), denn ihre Zärtlichkeit wird nicht so oft in Anspruch genommen. Ernste Gemüter mit festen Gewohnheiten sind gemeinhin liebevolle Ehemänner, so wie es von Odysseus gesagt wurde: „Vetulam suam praetulit immortalitati [Er zog seine Alte der Unsterblichkeit vor].“ Keusche Frauen sind oft stolz und eigensinnig, weil sie sich auf ihre Keuschheit etwas einbilden. Es ist die beste Versicherung für Keuschheit und Gehorsam bei einer Frau, wenn sie ihren Mann für weise hält. Beides wird sie niemals sein, wenn er eifersüchtig auf sie ist. Eine Frau ist die Geliebte des jungen Mannes, die Gefährtin des mittleren Alters und die Krankenschwester des Greisen. So mag es dem Manne schwerfallen, den richtigen Zeitpunkt für eine Heirat zu finden. Als Weiser wurde derjenige bezeichnet, der auf die Frage, wann ein Mann heiraten sollte, antwortete: „Ein junger Mann noch nicht, ein alter überhaupt nicht.“ Es ist oft zu beobachten, dass schlechte Männer sehr gute Frauen haben. Entweder erfreuen diese sich an der Freundlichkeit ihres Gemahls, wenn sie denn einmal zum Vorschein kommt und durch ihr seltenes Auftreten doppelt kostbar ist, oder sie erfreuen sich an ihrer eigenen Geduld. So verhält es sich stets dann, wenn sich die Frauen ihren Gemahl gegen den Rat ihrer Freunde aus eigenem Antrieb gewählt haben, denn dann versuchen sie, ihre eigene Narrheit wiedergutzumachen.
NEUNTE ABHANDLUNG:
ÜBER DEN NEID
Keine anderen uns bekannten Empfindungen bezaubern und verzaubern so stark wie Liebe und Neid. Sie beide führen zu heftigem Verlangen, sie regen die Phantasie und Einbildung an, und sie fallen leicht ins Auge, besonders wenn der Gegenstand der Empfindung in der Nähe ist. Dies sind die Merkmale, die auf eine Bezauberung hindeuten, wenn es denn so etwas überhaupt gibt. Wir sehen zum Beispiel in der Heiligen Schrift, dass der Neid „der böse Blick“ genannt wird, und die Astrologen nennen die bösen Einflüsse der Sterne eine „böse Erscheinung“, was auf die allgemeine Annahme hindeutet, dass beim Neid etwas aus dem Auge austritt oder von ihm abstrahlt. Manche haben sogar sonderbarerweise bemerkt, dass der Stich oder Stoß eines neidischen Blicks dann am meisten schmerzt, wenn die beneidete Partei in Ruhm oder Triumph gewahrt wird, denn dies schärft den Neid noch mehr. Außerdem treten die Säfte des Beneideten zu solchen Zeiten stärker in die äußeren Körperteile, sodass der Neidstoß umso wirksamer ist.
Aber wir wollen nun diese Kuriositäten verlassen (auch wenn sie an angemessener Stelle durchaus eines Gedankens würdig sind) und untersuchen, welche Personen geneigt sind, andere zu beneiden, welche Personen vornehmlich der Gegenstand des Neides sind und was der Unterschied zwischen öffentlichem und privatem Neid ist.
Ein Mensch, der selbst keine Tugenden besitzt, beneidet die Tugenden der anderen, denn der Geist des Menschen nährt sich entweder an seinem eigenen Guten oder am fremden Bösen, und wer daher das eine nicht besitzt, jagt dem anderen nach, und wer keine Hoffnung hat, an die Tugend eines anderen heranzureichen, wird versuchen, sich ihm anzugleichen, indem er das Glück des anderen mindert.
Ein umtriebiger und neugieriger Mensch ist für gewöhnlich auch neidisch. Denn es kann nicht sein, dass er so viel über das Tun und Lassen von anderen weiß, nur weil es seine eigenen Angelegenheiten betreffen könnte. Daher muss angenommen werden, dass es ihm ein spielerisches Vergnügen bereitet, das Schicksal der anderen zu betrachten. Und jener, der sich nur um seine eigenen Angelegenheiten kümmert, wird nicht viel Stoff für Neid finden. Der Neid ist nämlich eine herumstreifende Leidenschaft; sie schlendert durch die Straßen und bleibt nicht zu Hause: „Non est curiosus, quin idem sit malevolus [Niemand ist neugierig, ohne gleichzeitig böswillig zu sein].“
Menschen von hoher Geburt sind bekanntermaßen neidisch auf solche, die in der Gesellschaft aufgestiegen sind, denn dadurch wird der Abstand zu ihnen verändert. Es ist wie eine Sinnestäuschung, dass sie, wenn die anderen ihnen näher kommen, selbst zurückzuweichen scheinen.
Missgestaltete Menschen, Eunuchen, alte Männer und Bastarde sind stets neidisch, denn derjenige, der seine eigene Lage nicht verbessern kann, wird alles in seiner Macht Stehende tun, um die der anderen zu verschlechtern. Anders ist es nur dann, wenn diese Gebrechen einer sehr tapferen und heldenhaften Natur auferlegt wurden, die es sich zur Aufgabe macht, ihre natürlichen Mängel zum Gegenstand ihrer Ehre zu machen, damit es zum Beispiel heißt, dass ein Eunuch oder ein Lahmer diese oder jene große Tat begangen habe, was an ein Wunder grenze, so wie es bei dem Eunuchen Narses der Fall war und auch bei Agesilaus und Tamerlane, die beide lahm waren.
Genauso ist es bei Menschen, die nach Schicksalsschlägen und anderem Ungemach gesellschaftlich aufgestiegen sind, denn sie sind wie Menschen, die im Streit mit der ganzen Welt liegen und das Unglück der anderen als Wiedergutmachung ihres eigenen Leidens ansehen.
Diejenigen, die entweder aus Leichtsinn oder aus Prahlerei auf zu vielen Gebieten glänzen wollen, sind ebenfalls stets neidisch, denn ihnen mangelt es nie an der Gelegenheit dazu, da es immer etliche geben wird, die sie auf manchen dieser Gebiete übertreffen. So war es beim Kaiser Hadrian, der tödlichen Neid auf Dichter, Maler und Bildhauer empfand, in deren Künsten er vergeblich zu glänzen versuchte.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Essays»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Essays» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Essays» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.