Selma Lagerlöf - Im heiligen Lande
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Jerusalem behandelt – ausgehend von einem realen Ereignis – das Schicksal einiger Bauern aus dem schwedischen Dalarna, die infolge eines religiösen Erweckungserlebnisses nach Jerusalem auswandern, um sich dort einer von amerikanischen Sektenmitgliedern gegründeten Kolonie anzuschließen.
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Bo hatte nach Jerusalem telegraphiert, um die Kolonisten von der Ankunft der Darlekarlier zu benachrichtigen. Mehrere von den schwedischen Amerikanern waren am Bahnhof, um die Verwandten und Freunde zu begrüßen. Da hatte Birger so starkes Fieber, daß er seine alten Landsleute nicht wiedererkennen konnte, obwohl einige von ihnen seine nächsten Nachbarn gewesen waren. Soviel hatte er aber doch verstanden, daß er nach Jerusalem gekommen war, und er war nur von dem Gedanken erfüllt, daß er sich aufrecht halten müsse, bis er die heilige Stadt gesehen hatte.
Von dem Bahnhof aus, der eine gute Strecke außerhalb Jerusalems liegt, konnte Birger nichts von der Stadt sehen. Solange er da war, lag er ganz still, mit geschlossenen Augen. Aber endlich hatten alle Platz in den Wagen gefunden, die auf sie warteten. Sie fuhren durch das Tal Hinnom, und oben auf dem Bergrücken über ihnen gewahrten sie Jerusalem.
Birger hob die schweren Augenlider, und sah eine Stadt, die von einer hohen Mauer mit Zinnen und Türmen umgeben war. Hinter der Mauer ragten hohe, kuppelförmige Gebäude auf, und einige Palmen wogten im Bergwinde.
Aber es war gegen Abend, und die Sonne stand ganz unten am Rande der westlichen Hügel. Sie war sehr rot und groß, und warf einen starken Schein über den ganzen Himmel. Auch die Erde erstrahlte in roten und goldenen Farben. Für Birger aber war es, als ob der Glanz, der auf die Erde fiel, nicht von der Sonne komme, sondern von der Stadt dort oben über ihm. Er ging von ihren Mauern aus, die wie lauteres Gold schimmerten, und von ihren Türmen, die mit reinem Kristall gedeckt waren.
Birger Larsson lächelte darüber, daß er zwei Sonnen sah, eine im Himmel, und eine auf der Erde: Gottes Stadt, Jerusalem.
Einen Augenblick hatte Birger ein Gefühl, als habe ihm die Freude die Gesundheit zurückgegeben. Gleich darauf aber gewann das Fieber von neuem überhand, und auf dem ganzen Wege bis an das Haus der Kolonisten, das jenseits der Stadt lag, war er bewußtlos.
Auch von dem Empfang in der Kolonie wußte Birger so gut wie gar nichts. Er konnte sich ebensowenig über das große Haus freuen, wie über die weiße Marmortreppe oder die schöne Galerie, die rings um den Hof herumläuft. Er konnte nicht Mrs. Gordon schönes, kluges Gesicht sehen, als sie auf die Treppe hinauskam, um sie willkommen zu heißen. Oder die alte Miß Hogg mit den Eulenaugen, oder irgend jemand von diesen neuen Brüdern und Schwestern. Er wußte nicht einmal, daß er in ein großes, helles Zimmer geführt wurde, das von nun an das Heim für ihn und seine Familie sein sollte, und wo man sich beeilte, ihm ein Bett zu bereiten.
Am nächsten Tage war er noch ebenso krank, hin und wieder kehrte jedoch sein Bewußtsein zurück. Da war es sein großer Kummer, daß er sterben müsse, ohne in Jerusalem selbst hineingekommen zu sein und seine Herrlichkeiten in der Nähe gesehen zu haben.
»Wenn man sich denkt, daß ich so weit gelangt bin,« sagte er, »und daß ich jetzt sterben muß, ohne den Palast Jerusalems und seine Straßen von Gold gesehen zu haben, auf denen die Heiligen in langen, weißen Kleidern mit Palmen in den Händen wandeln.«
So lag er da und jammerte zwei Tage. Das Fieber nahm zu, aber selbst in den Phantasien trauerte er immer nur über das gleiche, daß er die goldenen Mauern und die strahlenden Türme nicht sehen sollte, die Gottes eigene Stadt umgaben.
Seine Verzweiflung hierüber war so groß, daß Ljung Björn und Tims Halvor sich seiner erbarmten und beschlossen, ihn zufrieden zu stellen. Sie glaubten, er würde genesen, wenn seine Sehnsucht gestillt ward. Sie zimmerten ihm eine Bahre, und eines Abends, als die Luft ein wenig kühler geworden war, trugen sie ihn nach Jerusalem hinein.
Sie führten ihn auf den gebahnten Wegen direkt in die Stadt, und Birger war bei vollem Bewußtsein und starrte die steinige Erde und die kahlen Hügel an. Als sie so weit gekommen waren, daß sie die Mauer der Stadt und das Damaskustor sehen konnten, setzten sie die Bahre nieder, damit sich der Kranke an dem Anblick dessen freuen sollte, wonach er sich so lange gesehnt hatte.
Birger sagte kein Wort; er lag da und beschattete die Augen mit der Hand, und strengte sich an, zu sehen.
Er sah nichts weiter, als eine graublaue Mauer, die aus Steinen und Lehm aufgeführt war, wie alle andern Mauern. Das große Tor erschien ihm so unheimlich mit dem niedrigen Eingang und der gezackten Mauerkrone.
Wie er so da lag, matt und schwach, bildete er sich ein, daß ihn die andern nicht nach dem richtigen Jerusalem geführt hätten. Er hatte ja vor ein paar Tagen ein anderes Jerusalem gesehen, das so strahlend war wie die Sonne selbst.
»Daß meine alten Freunde und Landsleute so schlecht an mir zu handeln wagen,« dachte der Kranke, »daß sie mir nicht gönnen, das wahre Jerusalem zu sehen!«
Die Freunde trugen ihn den steilen Abhang hinauf, der zu dem Tor führte. Virger war es, als trügen sie ihn in einen tiefen Abgrund hinab.
Als Birger durch die Torwölbung gekommen war, richtete er sich ein wenig auf. Jetzt wollte er doch sehen, ob sie ihn in die goldene Stadt getragen hätten.
Birger wurde wunderlich zumute, als er zu allen Seiten Häuser mit grauen, häßlichen Mauern sah, und noch unheimlicher ward ihm, als er die verkrüppelten Bettler erblickte, die am Tor saßen, und die mageren, schmutzigen Hunde, die zu vieren oder fünfen auf den großen Kehrichthaufen lagen.
Er sah auf die Pflastersteine hinab; sie waren von einer vertrockneten Schmutzschicht bedeckt. Er wunderte sich, über alle die Kohlblätter und Fruchtschalen und all den Kehricht, der überall auf der Straße umherlag.
»Ich kann wirklich nicht begreifen, wie Halvor auf den Gedanken kommt, mir diese elenden, armseligen Straßen zu zeigen«, murmelte er vor sich hin.
Die Männer trugen Birger jetzt schnell durch die Stadt; sie waren schon mehrmals dort gewesen, so daß sie dem Kranken von den bemerkenswerten Orten erzählen konnten, an denen sie vorüber kamen.
»Da siehst du das Haus des reichen Mannes«, sagte Halvor, und zeigte auf ein Gebäude, das Birger ganz baufällig erschien.
Sie bogen jetzt ab und gelangten in eine Straße, die Birger so dunkel erschien, als sei sie nie von einem Sonnenstrahl erhellt worden. Er lag da und starrte die Halbbögen an, die sich über die Straße hinweg von einem Haus zum andern zogen. »Das mag wohl nötig sein,« dachte er, »wenn diese elenden Hütten nicht ordentlich gestützt werden, würden sie bald einstürzen.«
»Dies ist Christi Leidensweg«, sagte Halvor zu Birger. »Hier ist Jesus gegangen und hat sein Kreuz getragen.«
Birger lag stumm und bleich da. Das Blut brauste nicht mehr durch die Adern, wie früh am Tage; es war, als stünde es ganz still. Er war kalt wie Eis.
Überall, wohin er kam, sah er nichts weiter als baufällige Mauern und hin und wieder ein niedriges Tor. Fenster sah er selten, und wenn da eins war, waren die Fensterscheiben alle zerbrochen, und es waren Lumpen in die Löcher hineingestopft.
Halvor machte Halt mit der Bahre. »Hier stand Pilatus' Palast,« sagte er, »hier haben sie Jesus dem Volke vorgeführt und zu ihm gesagt: .Sehet, welch ein Mensch!«'
Birger Larsson winkte Halvor zu sich heran und ergriff feierlich seine Hand. »Jetzt sollst du mir eine Frage aufrichtig beantworten, weil du mit mir verwandt bist«, sagte er. »Glaubst du, daß das, was du mir gezeigt hast, das rechte Jerusalem ist?«
»Ja, wahrlich, es ist das rechte Jerusalem«, antwortete Halvor.
»Ich bin krank, und ich kann morgen am Tage tot sein«, sagte Birger. »Da kannst du doch einsehen, daß du mich nicht belügen darfst.«
»Niemand denkt daran, dich zu belügen«, sagte Halvor.
Birger hatte so sicher gehofft, daß er Halvor dazu bringen würde, ihm die Wahrheit zu sagen. Und Tränen
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