Émile Zola - Die Bestie im Menschen

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Der Lokführer Jacques Lantier spürt in sich das Bedürfnis, eine Frau mit einem Messer zu töten. Er fürchtet sich vor der Versuchung und führt ein isoliertes Leben. Er empfindet eine tiefe Zuneigung zu seiner Lokomotive La Lison.

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»Was soll ich jetzt thun?«

Séverine folgte vom Bette aus mit ihren großen Augen seinen Bewegungen. Sie hatte stets eine kameradschaftliche Neigung für ihn empfunden und sein maßloser Schmerz that ihr wehe. Sie würde die Schimpfworte und Schläge entschuldigt haben, aber dieser wahnsinnige Jähzorn kam ihr so überraschend, daß sie sich von dieser Ueberraschung noch immer nicht erholen konnte. Ihr, die in ihrer frühesten Jugend den Wünschen eines Greises nachgegeben hatte, die sich später heirathen ließ, einfach um den Dingen eine Wendung zum Bessern zu geben, war in ihrer Gleichgiltigkeit und Folgsamkeit ein solcher Ausbruch von Eifersucht, längst verjährter Vergehen halber, die sie in der That bereute, durchaus unverständlich. Frei von irgendwelchem Laster oder fleischlicher Lust, in ihrer fast mädchenhaften unbewußten Handlungsweise, keusch trotz Allem, verfolgte sie das Hin- und Herlaufen ihres Mannes, seine wilden Wendungen gerade so wie sie einen Wolf, ein Wesen einer andren Rasse betrachtet haben würde. Was in aller Welt lebte eigentlich in ihm? Sie fühlte mit Schrecken die Bestie in ihm; ihr Vorhandensein hatte sie innerhalb der drei Jahre schon öfter geahnt, ihr dumpfes Knurren von Zeit zu Zeit hatte es errathen lassen, heute aber sah sie die Bestie losgelassen und in ihrer Wuth zum Beißen bereit. Was sollte sie ihm sagen, um ein Unglück zu verhüten?

Dicht beim Bett, vor ihr kehrte er regelmäßig um. Als er wieder in ihre Nähe kam, wagte sie ihn anzureden:

»Höre, mein Freund ...«

Aber er hörte nicht, sondern lief auf die andere Seite des Zimmers, wie ein vom Sturm fortgewehter Strohhalm.

»Was jetzt beginnen? Was soll ich thun?«

Endlich gelang es ihr, sein Handgelenk zu ergreifen und ihn einen Augenblick festzuhalten.

»Höre, mein Freund, war ich es nicht, die nicht mehr dorthin wollte? ... Ich würde nie, nie wieder dorthin gereist sein. Dich allein liebe ich.«

Sie zog ihn zärtlich zu sich herab und reichte ihm ihre Lippen zum Kusse. Er fiel neben sie auf das Bett, stieß sie aber sogleich mit einer Gebärde des Abscheus von sich.

»O Du Dirne, jetzt möchtest Du ... Vorhin wolltest Du nicht, weil Du kein Verlangen nach mir hattest ... Und jetzt willst Du, um mich wieder zu versöhnen, he? Wenn man einen Mann dabei hat, dann hält man ihn fest, denkst Du ... Verbrennen würde ich, wenn ich zu Dir käme, ja, das Gift würde mir meine Eingeweide verzehren, ich fühle es!«

Ihn schauderte. Der Gedanke, sie in den Armen zu haben, das Bild ihrer beiden Körper in einem gemeinsamen Bette durchzuckte ihn wie eine Flamme. Und aus der wirren Nacht seiner Seele, aus seinem verletzten, beschmutzten Verlangen heraus wuchs plötzlich die Vorstellung von der Unvermeidlichkeit des Todes.

»Bevor ich Dich umbringe, verstehst Du, muß ich Jenen umbringen ... Ich muß ihn umbringen, ich muß ihn umbringen!«

Seine Stimme kehrte wieder. Er wiederholte den Ausruf, während er scheinbar noch größer geworden, wieder vor ihr stand. Es schien als hätte ihm dieses Wort, das einem Entschlüsse gleich war, endlich seine Ruhe wieder gegeben. Weiter sagte er nichts. Dann schritt er langsam zum Tische und betrachtete dort das Messer, dessen große, offene Klinge ihm entgegenleuchtete. Mechanisch klappte er es zu und schob es in die Tasche. Mit herabhängenden Armen, mit den Augen in die Leere starrend, blieb er an derselben Stelle stehen. Er überlegte. Zwei große Falten zeigte seine Stirn, ein Zeichen, daß gewisse Hindernisse ihn keinen Entschluß fassen ließen. Um zu einem solchen zu kommen, trat er an das Fenster, er öffnete es und lehnte sich an das Fensterkreuz, um sein Gesicht dem kühlen Luftzuge der Dämmerung darzubieten. Seine Frau hatte sich nun ebenfalls erhoben und stand von Furcht gepackt, hinter ihm. Sie wagte nicht ihn zu fragen, sondern versuchte zu errathen, was in diesem harten Schädel vorging. So wartete sie stehend im Angesicht des weiten Himmels.

In dem herniedersinkenden Abend spiegelten sich die fernen Häuser nur noch in schwarzen Umrissen wieder; über den mächtigen Eisenbahndamm lag ein violetter, dichter Nebel. Namentlich nach les Batignolles zu war die Strecke wie in Asche getaucht, durch welche die Eisenrippen des Pont de l'Europe nur noch undeutlich herüberschimmerten. Der über Paris noch schwebende letzte Wiederschein des untergegangenen Tages reflectirte auf den Scheiben der großen Ankunftshallen, während sich unter ihnen die Finsternis; immer massiger ansammelte. Jetzt blitzten kleine Lichtpunkte auf, man zündete die Gaskörper längs der Bahnsteige an. Auch ein mächtiger, weißer Lichtschein war vorhanden, die Laterne der Lokomotive eines Zuges nach Dieppe, dessen Koupeethüren schon geschlossen waren. Der Maschinenführer wartete nur noch auf das Zeichen des diensthabenden Unterinspectors. Es war da etwas nicht in Ordnung gewesen, der Weichensteller hatte durch ein rothes Signal mitgetheilt, daß der Fahrweg noch nicht offen sei; eine Rangirmaschine hatte erst einige Waggons fortholen müssen, welche durch ein schlecht ausgeführtes Manöver mitten auf der Hauptader stehen geblieben waren. Unaufhörlich sausten zwischen dem unentwirrbaren Knäuel von Rädern hindurch und an den auf den Wartesträngen unbeweglich stehenden Waggonreihen vorüber Eisenbahnzüge durch das starker und stärker werdende Dunkel. Einer ging nach Argenteuil, ein andrer nach Saint-Germain; nach langer Fahrt traf ein dritter von Cherbourg ein. Die Signale, das Gepfeife, die Töne der Signalhörner folgten sich ununterbrochen; von allen Seiten tauchten nacheinander rothe, grüne, gelbe und weiße Lichter auf; es herrschte um diese unbehagliche Zeit ein Chaos im Bahnbetriebe, daß es aussah, als müßte alles aufeinanderrennen. Aber alles ging glatt vorüber, mit der stets gleichen sanften, in der Dämmerung nur halb erkennbaren Bewegung wickelte sich das Knäuel immer wieder auf. Das rothe Signal des Weichenstellers erlosch jetzt, die Lokomotive pfiff und der Zug nach Dieppe setzte sich in Bewegung. Vom weiten, grauen Himmel begannen vereinzelte Regentropfen zu fallen. Es schien eine regnerische Nacht werden zu wollen.

Als Roubaud sein Gesicht zurückwandte, sah es finster und verbissen aus, als hätte die Nacht da draußen auch auf sein Antlitz ihre Schatten gesenkt. Er war mit sich einig, sein Plan gemacht. Durch das Halbdunkel spähte er nach der Kukuksuhr.

»Fünf Uhr zwanzig Minuten,« sagte er.

Er war betroffen: in knapp einer Stunde hatten sich so viele Dinge abgespielt! Ihm kam es vor, als hätten sie sich hier seit Wochen gegenseitig aufgefressen.

»Fünf Uhr zwanzig Minuten. Wir haben also noch Zeit.«

Séverine wagte nicht ihn zu fragen, doch ihre angsterfüllten Blicke wichen nicht von ihm. Sie sah ihn im Schranke wühlen und Papier, ein Fläschchen Dinte und einen Federhalter hervorziehen.

»Du wirst jetzt schreiben.«

»Wem?«

»Ihm natürlich. –Setze Dich.«

Sie hielt sich instinctiv von einem Stuhle fern, ohne recht zu wissen, was er wollte. Er aber packte sie, führte sie an den Tisch und drückte sie dort mit solcher Wucht auf den Stuhl nieder, daß sie sich nicht wieder erhob.

»Schreibe: »»Reisen Sie heute Abend mit dem Schnellzuge um sechs Uhr dreißig Minuten und zeigen Sie sich erst in Rouen.««

Sie hielt wohl die Feder, aber ihre Hand zitterte, ihre Furcht vermehrte die unbekannte Absicht ihres Mannes. Was bezweckte er mit diesen beiden nichtssagenden Zeilen? Sie wagte sogar, fragend den Kopf zu ihm zu erheben.

»Was willst Du beginnen? ... Ich bitte Dich, erkläre mir ...« »Schreibe, schreibe,« wiederholte er mit seiner harten, befehlenden Stimme.

Dann tauchte er ohne Zorn, ohne Schimpfworte, aber mit einer so eisernen Nachdrücklichkeit, daß es sich wie eine Centnerlast auf sie niedersenkte und ihre Sinne schwinden machte, seine Augen tief in die ihrigen.

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