Und überhaupt, was heißt denn heute noch Treue? Wie definieren wir das in unserer Zeit? Wenn doch selbst ein ehemaliger amerikanischer Präsident den Oralverkehr im Oval Office vor aller Öffentlichkeit nicht mal mehr als Sex bezeichnet, ja dann sind doch die moralischen Werte auf einer ganz anderen Umlaufbahn. Das heißt also, wir nehmen es heutzutage nicht mehr so ganz ernst. Der Flirt im Büro, der Grabscher auf der Weihnachtsfeier, der Kuss mit einer alten Freundin sind doch keine Untreue. Dafür muß ich doch nicht den Treuetester bemühen!
Die Hemmschwelle liegt heute deutlich niedriger. Man sieht es auch nicht mehr unbedingt als Untreue an, wenn man mal den Seitensprung wagt. In Zeiten, in denen man sogar gemeinsam in den Swingerclub geht oder Seitensprung-Agenturen ihre Dienste anbieten, sowieso nicht mehr. Der alte Spruch „Schauen kannst Du ja, aber gegessen wird zu Hause“ ist längst passé. Man nimmt das Eheversprechen nicht mehr so genau und die Treue auch nicht. Man „isst“ auch gerne mal auswärts…
Wie definiert man denn überhaupt noch im Zeitalter von Internetchats und Flirt-SMS´s Fremdgehen? Ist der rein virtuelle Flirt denn schon Fremdgehen? Doch, sagen die einen. Es nervt sie nämlich, wenn ihr Freund stundenlang vor dem Rechner sitzt und anderen Frauen Komplimente macht, mit ihnen flirtet oder sich gar vor der Webcam auszieht. „Mein Freund geht virtuell fremd“, heißt es dann.
Andere sehen das weniger eng und sagen: Solange mein Partner nur vor dem Computer sitzt und keine realen Dates hat, soll es mir egal sein. Soll er sich doch dort abreagieren oder neue Anregungen holen, wenn alles andere stimmt. Manchen ist es auch völlig egal, wenn die eigene Befriedigung dabei nur auf ihre Kosten kommt. So weit also klaffen die Treue-Welten auseinander. Mancher kann nun gar nicht damit umgehen.
Wo liegt Ihre Schmerzgrenze?
Man muß wissen, wo die Schmerzgrenzen liegen, und bevor ein Paar ganz unterschiedliche Wege geht und die Deadlines auseinanderdriften, sollte man schon abklären, was denn nun einen Treueverlust darstellt. Auch hier ist das Gespräch wichtig. Warum sollte man nicht mal offen darüber reden, was der jeweils andere unter Fremdgehen versteht. Ergreifen Sie doch einfach mal die Initiative: „Sag mal, wie definierst Du eigentlich in der heutigen Zeit noch Treue? Wäre es für Dich ein Problem, wenn ich einfach mal nur so unter einem falschen Namen im Internet mit jemandem flirte, um meinen Marktwert zu testen?“ Wichtig ist, dass man nichts heimlich hinter dem Rücken seines Partners anfängt.
Wie gut kennen Sie überhaupt Ihren Partner?
Wir alle kennen ja noch die bekannten Spielchen in Fernsehshows. Da fragt der Moderator in einer bestimmten Situation: „Was meinen Sie, wie reagiert Ihr Mann jetzt: Nimmt er den Apfel oder die Birne?“ Sie kennen ihn doch – oder vielleicht doch nicht? In einer lang dauernden Beziehung kennt man sich nur allzu gut. Sie wissen, welchen Weg Ihre Frau zum Supermarkt nimmt, nämlich immer den gleichen, Ihrer Meinung nach komplizierteren. Oder sie weiß doch ganz genau, welches Rasierwasser ihr Freund tagtäglich bevorzugt. So viele Gewohnheiten haben sich etabliert. Sie wissen ganz genau, welche Blumen Ihre Frau über alles liebt. Sie kennt dafür die Lieblingsmalzeit ihres Gatten, und so weiter. Man möchte drauf wetten, worauf der Partner abfährt. Selbst am Gesichtsausdruck kann man Stimmungslagen absehen oder an Reaktionen die momentane Situation schnell abschätzen. Aber kennen Sie auch die Treue ganz genau? Sind Sie sich absolut sicher? Wohl nicht, denn sonst hätten Sie auch nicht zu diesem Ebook gegriffen!
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