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Natürlich könnte man das als Pest beschreiben, aber wenn man die Berichte der amerikanischen Militärs liest, die Opfer von Hiroschima untersucht haben, kommt man auf ganz ähnliche Symptome. War diese Justinianische Pest womöglich gar keine Pestkrankheit, sondern eine Strahlenkrankheit?
Immerhin zweifelte eine Studie aus dem Jahr 2011 eine Pestepedemie an und kam zu dem Ergebnis, dass Yersinia pestis zum allerersten Mal im späten 12. oder 13. Jahrhundert auf den Menschen übertragen worden sei: Die Gruppe um Johannes Krause von der Universität Tübingen konnte im Vergleich von heutigen und mittelalterlichen Yersinia pestis Genomen keine Stämme finden, die sich vom Stammbaum zwischen dem 4. und 12. Jahrhundert abzweigten. Ein Vergleich des Erbguts des Erregers der Pandemie von 1347 bis 1351 mit neueren Varianten von Yersinia pestis hatte ergeben, dass alle heutigen Peststämme einen gemeinsamen Vorfahren im 12./13. Jahrhundert besitzen.
Ein weiterer Zeitzeuge von damals ist Eusebius von Caesarea (ca. 260/64 † 339 oder 340), der über Kaiser Konstantin schrieb. Bekannt ist dabei seine Beschreibung der Schlacht an der Milvischen Brücke. Dabei trug sich folgendes sonderbares Ereignis zu.
Er schrieb:
Um die Stunde der Mittagzeit, da sich der Tag schon neigte, habe er, so sagte der Kaiser, mit eigenen Augen oben am Himmel über der Sonne das Siegeszeichen des Kreuzes, aus Licht gebildet, und dabei die Worte gesehen: „Durch dieses siege!“ Staunen aber habe bei diesem Gesichte ihn und das ganze Heer ergriffen, das ihm eben auf seinem Marsche, ich weiß nicht wohin, folgte und dieses Wunder schaute.
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Beschreibung des kreuzähnlichen Feldzeichens, das die Römer jetzt Labarum nennen.
Es war aber das Zeichen auf folgende Art verfertigt: ein langer goldüberzogener Lanzenschaft trug eine Querstange und hatte somit die Gestalt des Kreuzes; am oberen Rande des Ganzen war ein kunstvoll geflochtener Kranz aus Gold und Edelsteinen befestigt, in dem das Zeichen für den Namen des Erlösers angebracht war, zwei Buchstaben, die als Anfangsbuchstaben den Namen Christi bezeichneten, indem das P in der Mitte durch das X gekreuzt wurde. Eben diese Buchstaben trug der Kaiser für gewöhnlich in der Folgezeit auch auf seinem Helm. An der Querstange, die an den Lanzenschaft gesteckt war, hing ferner ein Stück Linnen herab, ein kostbares Gewebe, das mit bunt aneinander gesetzten, in den Sonnenstrahlen hell funkelnden Edelsteinen über und über besät und reich mit Geld durchwirkt war, ein unbeschreiblich schöner Anblick für jedes Auge. Dieses an der Querstange befestigte Linnen maß ebensoviel in die Länge wie in die Breite; der Längsschaft aber, der bis zum untern Ende eine beträchtliche Länge hatte, trug oben unmittelbar an dem Zeichen des Kreuzes, gerade am Ende des beschriebenen Gewebes, das goldene Brustbild des gottgeliebten Kaisers und in gleicher Weise das seiner Söhne. Dieses heilbringende Zeichen gebrauchte nun der Kaiser stets als Schutzmittel gegen jede Macht, die sich ihm feindlich entgegenstellte, und er befahl, dass das Abbild desselben allen seinen Heeren vorangetragen werde.
War dieses neue Heerzeichen des Konstantin (Christogramm) nun ein Zeichen Gottes, oder nur eine moralstärkende Geste des Kaisers an sein Heer? Denn sein eigenes war dem des Maximus bei der Milvischen Brücke haushoch unterlegen. Oder war, das was da am Himmel stand ein unerklärliches Phänomen, das scheinbar charakteristisch für diese Zeit war? Und was bedeutete dieses Christogramm wirklich. Wir werden in den späteren Kapiteln darauf zurückkommen.
Die primäre Frage die sich folglich aus all diesen Quellen ergibt.
War der Grund der Völkerwanderung ein ganz realer? Flüchteten die Völker aus einem ganz bestimmten Grund aus den Gebieten von Asien und dem nahen Osten?
Anzeichen in der Geologie
Welt! aus deiner Mitte kamen
Jene, die mir alles nahmen,
Auch der Liebe sanften Strahl.
Mich dein Werben nicht verführte,
Weil ich unermüdlich schürte
In den Tiefen meiner Qual.
(Wielands Fluch)
Eine weitere Quelle zur Betrachtung der Völkerwanderung kann man in der Geologie finden.
Denn man kann hier recht eigenartige Strukturen feststellen, die einem zu weiteren Überlegungen führen könnten.
Da im Atlas „Wanderungen und Siedlungen der germanischen Stämme in Mitteleuropa von der ältesten Zeit bis auf Karl den Großen“. Ausgabe 1901, Blatt 4, ein Gebiet in Böhmen als unbewohnt ausweist und Mähren auch von den Boii-Bayern, warum auch immer, verlassen wurde, kann man die Gegend auf maps-for-free.com genauer anschauen.
(Es fand erst nach 1.100 eine Neokolonisierung von West nach Ost statt. Recht früh säkularisiert und abgebrochen, daher war der ursprüngliche Charakter deutlich ablesbar. Selbstversorgende Stützpunkte im unbewohnten Waldgebiet und Niemandsland, als Ausgangspunkt für weitere Aktivitäten. In der Historie sprach man dann von "Christianisierung".)
Pollauer Berge, bzw. Palava. Liegt ca. 20km südlich von Brno.:
1 kleine Krater?
2 Zentralberge?
3 fortlaufender eigenartige, aber charakteristische Buckelformationen?
In Bulgarien, westlich von Gabrovo, am Botev-Berg-Massiv ist diese gigantische Formation zu bewundern. Schön zeichnet sich der Zentralberg hier innerhalb ab. Es ist anzunehmen, dass aufgrund von Geomorphologischen Dehnungsprozessen (Hilgenberg lässt grüßen …) der einstmals Kreisförmige Krater in ein längliches Oval ‚gezogen‘ wurde. Der östliche Kraterrand wurde zur Tiefebene hin infolge von nachträglichen Schlammfluten teilweise durchstoßen. Trotzdem ist der Krater gut zu erkennen.
Die langgezogene Form würde gut zur Streckungssituation eines Bosporusdurchbruchs passen, welcher weiter südlich das Balkangebirge von der Anatolischen Gebirgskette wohl abriss. Durch auffüllen der Schwarzmeersenke, der Kaspischen- sowie der Aralsenke vom weiter nördlichen Sibirien aus, (… wir denken sofort an Schockgefrorene Mammuts …) entstand wohl zusätzlicher Druck auf die gesamte Anatolische Gebirgskette.
Auch interessant sind diese Reliefformation nördlich der Stadt Galati/Rumänien, Grenze zu Moldawien.
Es ist kaum vorstellbar, dass diese perfekten Strukturen komplett durch Mäander und Quellerrosion allein durch Flüsse entstanden sein soll. Wohl eher sucht sich Wasser hernach stets den Weg des geringsten Widerstandes. Wenn man die Gesamte Region von den Karpaten bis zum Ural betrachtet so ist das Gesamte Gebiet mit diesen Bodenstrukturen bedeckt.
Hier eine Region am Roten Meer bei Al Bahr Al Ahmar. Die määnderförmigen Strukturen sind keine Flussläufe, sondern erhabene Schlangen, mitten in der Wüste.
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