Gertrude Aretz - Gesammelte Werke

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Gertrude Aretz war eine deutsche Historikerin, bekannt für das Schreiben von Biographien berühmter historischer Persönlichkeiten wie Napoleon Bonaparte, Elisabeth I., Kaiserin Katharina II und anderen.
Diese Sammlung enthält:
"Berühmte Frauen der Weltgeschichte" – Jede Frau in diesem Buch spielte eine Rolle in der Geschichte ihres Heimats oder in der Weltgeschichte.
"Königin Luise" – Dieses Buch erzählt über das Schicksal von Königin Luise nicht nur als Frau von Friedrich Wilhelm III, sondern auch über ihre persönlichen Erfahrungen, Leiden und die Opfer, die sie für den Aufstieg Preußens gebracht hat.
"Elisabeth von England" – Lebensgeschichte der der mächtigen jungfräulichen Königin
"Glanz und Untergang der Familie Napoleons" – Napoleon Bonaparte wäre nicht das, was er wurde, wenn seine Familie nicht wäre. Dieses Buch erzählt Ihnen von seinen Verwandten und ihrem enormen Einfluss auf die Geschichte Europas.
"Die elegante Frau" – Die Geschichte der Eleganz durch die Linse der Mode der verschiedenen Jahrhunderte

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Anfangs war die Rede davon, dass Luise den König nur so lange ins Feld begleiten solle, bis die Armee den Vormarsch begonnen hätte. Aber die Königin folgte ihrem Gatten von Naumburg aus nach Erfurt, das man zum Hauptquartier erwählt hatte. Beinahe wäre ihr der Aufenthalt im Kriegsgebiet teuer zu stehen gekommen. Drei Tage vor der Schlacht von Jena hatte sie sich mit dem König nach Weimar zurückgezogen. Hier wurde sie plötzlich von anrückenden französischen Truppen überrascht. Sie musste nach Berlin fliehen.

Es war am Morgen des denkwürdigen 14. Oktober. Der Kanonendonner der Schlacht von Jena schlug an Luises Ohr, als sie in ihrem Reisewagen bangen Herzens und doch voller Hoffnung auf den Sieg über Mühlhausen, Braunschweig nach Berlin fuhr. Kurz vor Brandenburg erreichte sie ein Kurier. Als sie den Brief gelesen hatte, brachen alle ihre Hoffnungen zusammen. Es war alles vernichtet: das Heer, der Staat, ihr Glück. Ihr grösster Feind, Napoleon, war von nun an Diktator über Preussens Geschick. Furchtbar war die Enttäuschung der Königin, unermesslich der Schmerz über das Unglück. Sie litt Qualen der Angst und Sorge. Nun galt es, mit ihren Kindern zu fliehen. Diese waren bereits, als sie in Berlin ankam, auf die Nachricht von der Niederlage nach Schwedt auf das ehemalige Schloss ihrer Schwester Friederike gebracht worden, denn schon standen die Franzosen vor den Toren Berlins. Der König selbst war auf der Flucht. Am Tag nach ihrer Ankunft in Berlin musste auch sie weiter fliehen. Ihr nächstes Ziel war Küstrin. In atemloser Hast reiste sie über Stettin dorthin.

Aber auch hier war kein Bleiben. Tieferschüttert von den Ereignissen setzte die Königin ihre Flucht nach Königsberg fort. Zu all dem Traurigen, das sie in jenen Tagen erleben musste, kamen noch die Schmähungen, die Napoleon seit der Schlacht von Jena in seinen Bulletins gegen sie losliess. Der beissendste Spott, die höchste Ironie sprachen aus den Worten, die das 1. Bulletin der Grossen Armee vom 8. Oktober 1806 über die Königin enthielt. «Marschall», sagte darin der Kaiser zum Marschall Berthier, «man gibt uns für den 8. Rendez-vous. Niemals hat ein Franzose ein solches verfehlt. Und da, wie man sagt, eine schöne Königin Zeuge des Kampfes sein will, so seien wir höflich und marschieren wir, ohne uns Ruhe zu gönnen, nach Sachsen ...» Und weiter höhnt dasselbe Bulletin: «Die Königin ist bei der Armee, als Amazone gekleidet, in der Uniform ihres Dragonerregiments. Sie schreibt täglich zwanzig Briefe, um von allen Seiten den Brand zu schüren. Man meint Armida zu sehen, die in ihrer Verblendung den eigenen Palast anzündet.» Allem aber setzte das berühmte 19. Bulletin die Krone auf, worin Napoleon die Königin in ihrer Frauenehre angriff.

Um das Unglück vollzumachen, wurden Luise und ihre Kinder von Krankheiten heimgesucht. Luise selbst traf in Königsberg am 9. Dezember mit hohem Fieber ein. «Sie lag sehr gefährlich darnieder», schrieb ihr Leibarzt in sein Tagebuch, «und nie werde ich die Nacht des 22. Dezember vergessen, wo sie in Todesgefahr lag.» Luise war aber selbst in Königsberg nicht mehr sicher. Sie musste fort. In einem offenen Wagen – einen anderen konnte man nicht auftreiben –, mitten im Winter in Sturm und Schnee reiste die Schwerkranke am 5. Januar über die Kurische Nehrung nach Memel. Ihre Kinder waren bereits vorausgeschickt worden. Die Nächte verbrachten die Königin und ihre Begleiter in den elendesten Bauernhäusern oder Gasthöfen. Es war bitter kalt. Der Sturm und das Unwetter waren so schrecklich, dass die Pferde kaum weiter konnten. In der ersten Nacht lag Luise in einer Stube, wo die Fenster zerbrochen waren. Der Schnee wehte auf ihr Bett. Es war eisig kalt, und man hatte weder Feuer noch etwas Warmes zu essen für die Kranke. «So hat noch keine Königin die Not empfunden», schrieb ihr Leibarzt in sein Tagebuch. Erst in Memel konnte sie sich ein wenig Ruhe gönnen.

Langsam erholte sich die kranke Königin. Der Januar 1807 brachte milderes, sonniges Winterwetter. Aber Luise war traurig und niedergeschlagen. Es blieb ihr nichts erspart. Die Unglücksbotschaften waren schon an der Tagesordnung. Nach dem Fall von Danzig folgte Neisse, und schliesslich vernichtete Napoleons Sieg bei Friedland alle Hoffnungen. Diesmal war es Luise, die den Frieden ersehnte und von Napoleon annehmbare Bedingungen erwartete. «Vielleicht braucht auch Napoleon den Frieden», meinte sie, «und macht ihn billig. Das ist jedoch nicht das richtige Wort. Denn dieser Mensch kennt keine Gerechtigkeit. Aber vielleicht tut er aus Laune Dinge, die man von ihm nicht erwartet.»

Während Luise dem Zaren Alexander immer noch Vertrauen entgegenbrachte, verriet er sie und die Sache Preussens bei seiner Zusammenkunft mit Napoleon auf dem Njemen. Hier schloss er zwischen Russland und Frankreich einen Waffenstillstand ab, der Preussen nicht inbegriff. Sein Freund Friedrich Wilhelm, dem er noch vor kurzem feierlich Treue geschworen und Hilfe versprochen hatte, musste im strömenden Regen am Ufer stehen und zusehen, wie sich beide Kaiser berieten. Der König von Preussen war der Betrogene. Erst am nächsten Tag durfte er an den Unterhandlungen teilnehmen.

Am 26. Juni kamen die drei Monarchen in Tilsit zusammen, um über den Frieden zu unterhandeln. Russlands Politik hatte sich jetzt völlig Frankreich zugeneigt, dessen Kaiser von den Russen der Menschenfreund genannt wurde. Der preussische König war über die ungeheuren Ansprüche, die Napoleon stellte, verzweifelt. Besonders hing er an den linksseitigen Besitzungen der Elbe und an Magdeburg. Napoleon behandelte ihn wie eine ganz nebensächliche Person. Er unterhielt sich mit ihm über die nichtigsten Dinge, über Uniformknöpfe, Tschakos usw. und spottete bei jeder Gelegenheit über ihn.

Als man Luise den Vorschlag machte, dem so wenig grossmütigen Sieger entgegenzutreten, um von ihm für ihr Land etwas zu erbitten, da fühlte sie sich anfangs durch eine solche Aufforderung masslos erniedrigt. Zum General Kessel sagte sie: «Es ist mir, als wenn ich in den Tod ginge; als wenn dieser Mensch mich würde umbringen lassen.» Sie begriff aber schliesslich, dass sie ihrem Volke ein Opfer bringen musste und brachte es schliesslich gern. Mit Zweifel im Herzen, trat sie ihre Reise an, obwohl schmerzgebrochen darüber, dass sie wie eine Bittstellerin vor den Gebieter der Welt treten sollte, ohne von ihm eingeladen worden zu sein. Aber sie zitterte vor dem Augenblick, bald dem Verhassten gegenüberstehen zu müssen.

Unter dem klingenden Spiel der Truppen Napoleons hielt sie ihren Einzug in Tilsit. Der Kaiser Alexander, Friedrich Wilhelm und der Graf von der Goltz erwarteten sie. Der Zar sprach ihr beruhigend zu und sagte: «Nehmen Sie es auf sich und retten Sie den Staat!»

Dann empfing Luise den französischen Kaiser. Die Gräfin Voss und die Gräfin Tauentzien gingen hinunter, um Napoleon am Fuss der Treppe zu empfangen. Er ritt einen kleinen weissen Araber und hatte seinen ganzen Stab mitgebracht, um Preussens Königin einen Besuch abzustatten. Alexander und Friedrich Wilhelm empfingen ihn vor der Tür. Leichtfüssig sprang Napoleon ab und die enge Treppe hinauf, wo Luise ihn, vom König vorgestellt, empfing. Der Kaiser hatte eine kleine Reitpeitsche in der Hand. Als er die Treppe hinaufeilte, grüsste er höflich nach allen Seiten und wippte dabei leicht mit der Gerte. Die Königin sah in diesem Augenblick schöner aus denn je. Ihre Schönheit war wahrhaft königlich zu nennen. Die ganze Gestalt Luises war von so bezwingendem Liebreiz und so edler Hoheit, dass Napoleon im ersten Augenblick ein wenig verlegen schien, wenn er auch später behauptete, die Königin habe ihn wie Fräulein Duchesnois auf der Bühne als Ximena empfangen, was ihn an ihr sehr gestört habe. Er schien ein wenig ratlos und zum erstenmal vielleicht in seinem Leben die Situation nicht zu beherrschen.

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