Gertrude Aretz - Gesammelte Werke

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Gertrude Aretz war eine deutsche Historikerin, bekannt für das Schreiben von Biographien berühmter historischer Persönlichkeiten wie Napoleon Bonaparte, Elisabeth I., Kaiserin Katharina II und anderen.
Diese Sammlung enthält:
"Berühmte Frauen der Weltgeschichte" – Jede Frau in diesem Buch spielte eine Rolle in der Geschichte ihres Heimats oder in der Weltgeschichte.
"Königin Luise" – Dieses Buch erzählt über das Schicksal von Königin Luise nicht nur als Frau von Friedrich Wilhelm III, sondern auch über ihre persönlichen Erfahrungen, Leiden und die Opfer, die sie für den Aufstieg Preußens gebracht hat.
"Elisabeth von England" – Lebensgeschichte der der mächtigen jungfräulichen Königin
"Glanz und Untergang der Familie Napoleons" – Napoleon Bonaparte wäre nicht das, was er wurde, wenn seine Familie nicht wäre. Dieses Buch erzählt Ihnen von seinen Verwandten und ihrem enormen Einfluss auf die Geschichte Europas.
"Die elegante Frau" – Die Geschichte der Eleganz durch die Linse der Mode der verschiedenen Jahrhunderte

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Bei diesen Worten stiess Pauline, die Schwester des Generals, einen markerschütternden Schrei aus und war furchtbar erregt. Ihre Mutter, ebenfalls tief erschüttert, suchte sie zu beruhigen. Letizia war bleich wie eine Statue. Wie sehr sie jedoch innerlich litt; auf ihrem Gesicht sah man nichts als einen ganz leisen schmerzhaften Zug um die Lippen. Sie neigte sich zu ihrer Tochter, nahm deren Hände, drückte sie fest, und sagte in gebieterischem Tone: «Pauline, warum dieses Aufsehen! Schweig! Hast du nicht gehört, dass deinem Bruder nichts zugestossen ist? Sei ruhig und steh auf; wir müssen jetzt gehen und uns nach den näheren Umständen erkundigen.»

Zum ersten Male entschloss sich Frau Letizia, zu ihrer Schwiegertochter Josephine zu gehen, bei der sie die beste Auskunft über das Geschick ihres Sohnes erhalten konnte. Sie hatte es bisher vermieden, sie zu besuchen, denn sie meinte, Josephine nehme keinen Anteil an ihrer Sorge um den geliebten Napoleon. Letizia konnte Josephine die Untreue gegen Napoleon, während er in Italien und Aegypten war, nicht verzeihen. Auch dass Josephine ihr noch kein Enkelkind geschenkt hatte, grämte sie: die Mutter so vieler Kinder blickte verächtlich auf die kinderlose Schwiegertochter. Aeusserlich bewiesen sich diese beiden Frauen Höflichkeit und Achtung.

Als Napoleon zum Ersten Konsul ernannt worden war, wollte er, dass Letizia einen der Mutter des Staatsoberhauptes würdigen Haushalt führe. Er bot ihr die Tuilerien zum Aufenthalt an. Dieses grosse, weite Königsschloss flösste der einfachen Frau, die bisher nicht in Ueberfluss und Prunk gelebt hatte, Scheu ein. Sie zog es vor, noch eine Zeitlang bei Joseph zu wohnen, bis Napoleon ihr das Hotel Montfermeil in der Rue du Mont-Blanc einrichtete. Hier lebte Letizia, wie sie es gewöhnt war, einfach und ohne Luxus. Aber gerade von seiner Mutter hätte Napoleon gern gesehen, dass sie ihr Einkommen, 120 000 Franken jährlich, verausgabte. Er hatte damit kein Glück bei ihr. Geldausgeben machte ihr nicht die geringste Freude. Sogar die Reparaturen in ihrem Hause liess sie von ihrem Sohn Napoleon bezahlen. Später noch, als sie als Kaisermutter ein Jahrgeld von einer Million bezog, beschränkte sie ihre Hofhaltung aufs nötigste. Auf Napoleons Einwände pflegte sie gewöhnlich zu erwidern: «Wenn Sie doch wieder einmal ins Unglück geraten sollten, so werden Sie mir Dank wissen, dass ich so sparsam gewesen bin.»

Es ist weniger anzunehmen, dass diese Voraussetzungen Letizias Scharfblick entsprangen, weil sie dem so schnell aufgebauten Glücksgebäude wenig traute. Sie hatte ganz einfach die Zeiten nicht vergessen, da es ihr und ihren Kindern an allem gebrach. Sie wusste aus Erfahrung, dass Schicksalsschläge über Nacht kommen konnten. So blieb sie lieber bei ihren bescheidenen Gewohnheiten, selbst auf die Gefahr hin, unter all den glänzenden Frauengestalten, die ihren Sohn und seinen Hof umgaben, in ihrer einfachen ernsten Kleidung wunderlich zu erscheinen.

Letizia brauchte übrigens weder Luxus noch Pracht, um schön und anziehend zu wirken. Ihre ganze Erscheinung war vornehm, edel und königlich. Sie sprach wenig, einesteils, weil sie in der neuen Gesellschaft dazu gezwungen war, denn sie beherrschte die Sprache nicht und besass kein Wissen, andernteils schwieg sie aus Stolz. Ihre Manieren hatten, obgleich sie sich in Gesellschaft unbequem fühlte, angeborene Würde und eine Hoheit, die jedermann Achtung gebot. Selbst die Streitigkeiten unter ihren Kindern verstummten, sobald Letizia zugegen war. Ihre Anwesenheit genügte, um allen eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen. Sie erteilte ihnen immer die weisesten Ratschläge und ermahnte sie zum Guten. Immer und immer wieder erinnerte sie ihre Söhne und Töchter, die sich oft gegen den Willen Napoleons auflehnten, daran, was sie ihm schuldig seien, und dass er es gewesen war, der sie zu Ansehen gebracht hatte. Es tat ihr weh, den unversöhnlichen Zwist zwischen Napoleon und Lucien mit ansehen zu müssen, ohne dass sie durch ihren Einfluss etwas zu erreichen vermochte. Das einzige, was Letizia tun konnte, war, Lucien in seinem Unglück nicht zu verlassen. Sie schlug ihm vor, er solle sie nach Italien begleiten, wo sie ihrer Gesundheit wegen im Jahre 1804 einige Zeit verbringen wollte. Vielleicht diente ihr diese Reise aber auch nur als Vorwand. Sie wollte gewiss nicht Zeuge des Triumphes ihrer Schwiegertochter sein, deren Krönung bevorstand.

Dem Ersten Konsul missfiel der Vorschlag seiner Mutter. Er warf ihr vor, dass sie Lucien mehr liebe als ihre anderen Kinder. Darauf antwortete Letizia einfach: «Wenn Sie in seiner Lage wären, würde ich Sie in Schutz nehmen.» Ihre Zuneigung und Fürsorge gehörte immer dem nach ihrer Meinung unglücklichsten Kinde. So war ihr Grundsatz, und danach hat sie ihr ganzes Leben lang gehandelt. Und hatte sie wirklich für Lucien eine Vorliebe, so geschah es, weil sie ihm ewig dankbar dafür war, dass er ihr im Jahre 1802 eine Rente von 24 000 Franken aussetzte, damit sie den Armen mehr zu Hilfe kommen konnte. Diese Feinsinnigkeit hatte sie nie vergessen.

Mit Napoleon lebte Letizia, abgesehen von der Meinungsverschiedenheit in der Angelegenheit Luciens, im besten Einvernehmen und grösster Vertraulichkeit. Selten war sie, selbst als Kaisermutter, gezwungen, seiner hohen Stellung Rechnung zu tragen. Sie liess sich nie ihre Würde als Oberhaupt der Familie nehmen. Er hingegen nannte sie nie Du, nicht einmal im engsten Familienkreise. Aber er sprach mit ihr italienisch, weil ihr diese Sprache geläufiger war. Die Briefe an sie schrieb er indes französisch, ebenfalls sie die ihrigen an ihn, die sie ihrer Vorleserin italienisch diktierte. Napoleon verdankte seiner Mutter vor allem seinen Sinn für Ordnung und gedachte noch in Sankt Helena daran. «Ihr verdanke ich mein Vermögen und alles, was ich Gutes getan habe», sagte er. Auch den Stolz hatte er von der Mutter. Mit grosser Genugtuung wiederholte Letizia oft die Worte, die ihr Sohn ausgesprochen hatte, als er der Schwiegersohn des Kaisers von Oesterreich wurde, und als dieser Nachforschungen über seine Abstammung machen liess: «Mein Adel datiert von Millesimo und Montenotte her!» hatte er da gesagt, und die Mutter hatte vor Stolz gestrahlt.

Sie wusste auch ihm, trotzdem er Kaiser war, zu imponieren. Als er einmal in Gegenwart der Kaiserin Marie Luise seiner Mutter die Hand zum Kusse darbot, stiess Letizia ihn mit einer entrüsteten Gebärde zurück und hielt dafür dem Sohne ihre eigene Hand hin, damit er sie küsse. Beschämt unterzog er sich dieser Pflicht. Marie Luise verstand das Benehmen ihrer Schwiegermutter in diesem Falle nicht und sagte, sie habe in Wien ihrem Vater, dem Kaiser von Oesterreich, zum Zeichen der Ehrerbietung vor dem Herrscher, oft die Hand geküsst. «Ja», erwiderte Letizia, «der Kaiser von Oesterreich ist Ihr Vater; der Kaiser der Franzosen aber ist mein Sohn!»

Uebrigens brachten ihr alle ihre Kinder die grösste Liebe und Hochachtung entgegen, wie sie auch ihnen die grösste Fürsorge und Zuneigung bewies. Beständig war sie um das Leben des Ersten Konsuls besorgt. Das Attentat der Höllenmaschine am 24. Dezember 1800 versetzte sie in die grösste Aufregung. Nur mit Josephine und deren Tochter Hortense stand sie auf gespanntem Fusse. Sie gehörten zur Gegenpartei. Nie fühlte Letizia sich von dem geselligen Leben in Malmaison angezogen, weil dort die Beauharnais eine Rolle spielten. Ebensowenig liebte sie Mortefontaine; die Gesellschaft, die bei ihrem Sohn Joseph verkehrte, passte ihr nicht; sie war ihr zu gelehrt. Am liebsten war sie mit ihrem Bruder Fesch beisammen. Mit diesem konnte sie von Korsika, von alten Bekannten und Verwandten sprechen, alte Erinnerungen ausgraben, und das gefiel ihr.

Die Thronbesteigung Napoleons erfuhr Letizia in Rom durch die Zeitungen. Dort lebte sie mit Lucien und Pauline unter dem Schutze des Papstes. Pius VII. schätzte sie ganz besonders darum, weil er wusste, mit welcher Freude die strenge Katholikin das Konkordat begrüsst hatte, das Napoleon im Jahre 1801 in Rom schloss. Letizia galt diese Handlung ihres Sohnes mehr, als alle seine Siege, als all sein Ruhm. Aber zur Krönung des Kaisers erschien sie nicht. Der Platz, den ihr der Maler David auf seinem wundervollen Krönungsgemälde zuweist, blieb leer.

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