Ben Bova - Asteroidenfeuer

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Asteroidenfeuer: краткое содержание, описание и аннотация

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Die nicht allzu ferne Zukunft: Martin Humphries, Erbe des milliardenschweren Humphries Trust, wähnt sich auf der Höhe seiner Macht. Er lebt in einer luxuriösen Idylle auf dem Mond, die er zu einer uneinnehmbaren Festung ausgebaut hat, und ein Asteroid nach dem anderen fällt ihm zu, so dass er seine Macht und sein Monopol in der Raumfahrt immer weiter ausbauen kann. Seinen Rivalen Lars Fuchs hat er nicht nur ausgeschaltet, sondern auch gedemütigt, indem er ihm seine Frau Amanda genommen und geheiratet hat. Sie bringt den ersehnten Sohn und Erben zur Welt. Doch noch immer genügt ihm das nicht: Er will Lars Fuchs beseitigt haben und hetzt einen bezahlten Killer auf ihn, der sich im Asteroidengürtel auf die Lauer legt. Aber Humphries ahnt nicht, dass ihm längst ein viel gefährlicherer Gegner erwachsen ist …
Mit diesem Buch beendet Ben Bova die faszinierende Geschichte, die mit »Der Asteroidenkrieg« begann und in »Asteroidensturm« fortgesetzt wurde.

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Wir brauchen mehr Licht, sagte Fuchs sich. Wenn ich diesen Vorhang anzünde, können wir ihn als Fackel verwenden.

Ein Lichtblitz zerplatzte am Tisch, direkt neben Fuchs' Ohr. Er roch brennendes Holz.

»Hinter uns!«, rief Sanja in seinem heimischen Mongolen-Dialekt.

Fuchs drehte sich um, als Sanja und Nodon blindlings durch die Halle schossen. Es gibt noch eine andere Treppe, wurde er sich bewusst. Du Idiot! Du Idiot! Du hättest daran denken müssen und …

Nodon schrie auf, als er getroffen wurde. Er packte seine Schulter. Fuchs entriss Nodon die Pistole und nahm die Halle blindlings unter Feuer. Aus dem Augenwinkel sah er Amarjagal auf zwei Gestalten schießen, die die Treppe heraufkrochen.

Fuchs ließ Nodons Pistole fallen, zerknüllte den Stoff in einer Hand und feuerte die Pistole darauf ab. Der Stoff schwelte. Er schoss wieder, und das Gewebe ging in Flammen auf. So viel zu flammhemmenden Materialien, sagte er sich. Man setze sie großer Hitze aus, und sie brennen lichterloh.

»Schieß auf sie!«, befahl er Sanja. »Zwing sie in Deckung!«

Sanja tat wie geheißen und nahm die Halle unter Beschuss; er schnappte sich Nodons Waffe wieder und schoss beidhändig.

Fuchs rappelte sich auf und rannte durch die Halle, wobei er wie ein wilder Stier brüllte, mit der einen Hand seine Pistole abfeuerte und mit der anderen den brennenden Vorhang überm Kopf schwenkte. Wer auch immer dort war, hielt sich bedeckt und schoss nicht zurück. Fuchs sah das rückwärtige Treppenhaus, blieb stehen und warf den brennenden Stoff die Treppe hinunter. Um die beste Wirkung zu erzielen, bestrich er das Treppenhaus noch mit der Pistole.

Er sah ein paar Leute die Treppe hinunterlaufen, als der Vorhang sich herabsenkte. Der Teppichboden auf den Stufen qualmte, und ein Alarm schrillte in den wabernden Schemen.

Humphries war mit angstgeweiteten Augen vom Büro ins angrenzende Schlafzimmer geflohen. Er spürte, wie das Herz unter den Rippen hämmerte, und hörte den Puls so laut in den Ohren rauschen, dass er Ferrer kaum hörte, die ihn anschrie.

Jemand ist in mein Haus eingebrochen, kreischte eine Stimme in seinem Kopf. Jemand ist in meinem Heim!

Die Notbeleuchtung hatte sich eingeschaltet, und die Cermet-Rollläden hatten das Schlafzimmer vom Büro und der Halle draußen isoliert. Niemand kann zu mir gelangen, sagte Humphries sich. Zwei feuerfeste Türen sind zwischen mir und ihnen. Ich bin sicher. Sie können mich nicht erreichen. Die Wachen werden sie erwischen. Ich bin hier sicher.

Ferrer hatte noch immer den weißen Frottee-Bademantel an. »Es ist Fuchs!«, schrie sie ihn an. »Schauen Sie auf den Bildschirm!«

Der Wandbildschirm zeigte einen Mann wie die Miniatur-Ausgabe eines Bären, der durch die Halle stürmte und einen brennenden Vorhang schwang.

»Fuchs?«, sagte Humphries atemlos. Das Gesicht des Mannes war in der Falschfarben-Darstellung der Infrarotkamera schwer zu erkennen. »Das kann nicht sein!«

Ferrer schaute ihn zornig und angewidert an. »Er ist es aber! Der Computer hat sein Bild und seine Stimme abgeglichen. Es sind Fuchs und drei seiner Leute.«

»Hier?«

»Er ist gekommen, um Sie zu töten!«, sagte sie schroff.

»Nein! Das kann er nicht! Sie …«

»FEUER!«, ertönte die Computer-Warnung. »FEUER IM HINTEREN TREPPENHAUS.«

Humphries erstarrte beim Blick auf den Wandbildschirm, der die brennende hintere Treppe zeigte.

»Wieso gehen die Sprinkler nicht an?«, wollte er wissen.

»Das Wasser ist abgestellt«, erinnerte sie ihn.

»Kein Wasser?«, blökte Humphries.

»Das Gebäude ist aus Beton«, sagte Ferrer. »Isolieren Sie den brennenden Bereich, bis das Feuer den ganzen Sauerstoff verbraucht und sich selbst verzehrt hat.«

Humphries spürte, dass die Panik etwas gelindert wurde. Sie hat Recht, sagte er sich. Soll das Feuer sich selbst verzehren. Er straffte sich und schaute auf die Anzeige des Wandbildschirms.

»Alle, die dort gefangen sind«, sagte er und wies zittrig auf den Bildschirm, »werden im Feuer umkommen. Fuchs wird gebraten werden wie in der Hölle.«

Fuchs rannte zur provisorischen Barrikade am oberen Absatz der Haupttreppe. Er roch den Rauch, der von der hinteren Treppe zu ihm herüberwaberte.

»FEUER!«, sagte eine synthetische Stimme. Sie klang ruhig und monoton, war aber stark verstärkt. »FEUER IM HINTEREN TREPPENHAUS.«

»Wir müssen hier raus«, zischte Sanja ihm ins Ohr.

»Nein!«, blaffte Fuchs. »Erst wenn wir Humphries erwischt haben.«

Amarjagal kam zu ihnen gekrochen. »Es sammeln sich immer mehr Wachen unten«, sagte sie. »Sie werden gleich die Treppe hochstürmen.«

Aus dem Augenwinkel sah Fuchs den flackernden Feuerschein im hinteren Treppenhaus. Aus dieser Richtung können sie uns nicht angreifen, sagte er sich. Wir können uns aber auch nicht auf diesem Weg zurückziehen.

Laserstrahlen zischten gegen den umgestürzten Tisch und versengten die Wand hinter ihnen.

»Sie kommen!«

Selbst im trüben Licht vermochte Fuchs einen Trupp Wachen zu sehen, die die Treppe stürmten. Sie feuerten ihre Waffen ab, und die anderen unten in der Eingangshalle schossen ebenfalls auf sie.

Fuchs rollte zu der Seite des Tisches, wo seine Leute eine schwere Marmorbüste von einer Anrichte in der Halle abgelegt hatten. Er bemerkte, dass einer der Laserschüsse ein Gemälde an der Wand hinter ihnen in Brand gesetzt hatte. Angestrengt grunzend hob er die Büste mit beiden Händen an, wuchtete sie über die Kante des umgestürzten Tisches und warf sie die Treppe hinunter. Sie polterte die Stufen hinab und trieb die sich nähernden Wachen auseinander wie eine Bowlingkugel. Sanja und Amarjagal eröffneten das Feuer auf sie. Fuchs hörte Schmerzensschreie.

»Wir müssen hier raus«, sagte Amarjagal nüchtern. Es lag keine Panik in ihrer Stimme, nicht einmal Furcht. Es war einfach eine Tatsachenfeststellung.

Und Fuchs wusste, dass sie Recht hatte. Aber sie waren von Feinden umzingelt und saßen in der Feuerfalle. Und Humphries war unversehrt.

Basis Leuchtender Berg

Ist schon länger her, dass ich einen Schlepper gefahren habe, sagte sich Pancho, als sie die Rampe zur höchsten Ebene der Basis hinaufhetzte. Sie haben sich seither aber kaum verändert und sind auch nicht weiterentwickelt worden.

Der Umstand, dass die Nairobi-Basis so groß war, gereichte ihr nun zum Vorteil. Sie schwärmen auf der Suche nach mir in alle Richtungen aus; sie müssen ein großes Gebiet absuchen. Ich bin in Sicherheit, bis diese drei Geblendeten anfangen zu reden.

Die Zugmaschine erreichte das obere Ende der Rampe. Pancho fuhr an einer Gruppe von Bauarbeitern in blauen Overalls vorbei und steuerte eine ruhige, verlassene Stelle an der Basis der Kuppel an. Sie vermutete, dass es eine gute halbe Stunde dauern würde, um den Laser aufzuladen und ein hinreichend großes Loch in die metallene Wand der Kuppel zu schneiden. Du ziehst dir vorher besser den Softsuit an, sagte sie sich. Es sei denn, du willst Vakuum atmen.

Nobuhiko bedauerte Daniel Tsavo. Der Mann saß in einem Klapprollstuhl im Krankenhaus der Basis; er hatte sich fast in einer fötalen Position zusammengekrümmt, die Fäuste im Schoß geballt und die blinden Augen auf den Boden gerichtet. Es muss schrecklich sein, wenn man blind ist, sagte Nobu sich — selbst wenn es nur vorübergehend ist.

Zwei Ärzte und drei Krankenschwestern beendeten ihre Verrichtung; sie hatten Tsavos Augen bandagiert, während der Mann leise und zornig nuschelte, was Pancho ihm angetan hatte.

Obwohl Nobu sich Tsavos gemurmelte Geschichte mit ausdruckslosem Gesicht anhörte, kam er nicht umhin, eine gewisse Bewunderung für Pancho zu hegen. Sie ist in die Höhle des Löwen spaziert, wurde er sich bewusst. Sie ist hierher gekommen, um sich über Nairobi zu informieren. Ich frage mich, ob sie nun weiß, dass Nairobi ein Werkzeug der Yamagata Corporation ist? Und wenn sie es weiß, was soll ich dagegen tun?

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